Reviews – BerryMe.de – das BlackBerry Blog mit Testberichten, Neuigkeiten uvm. https://berryme.de Wed, 12 Feb 2020 16:49:42 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.3.2 BlackBerry PRIV Review / Testbericht: Anders und trotzdem besser https://berryme.de/blackberry-priv-review-testbericht https://berryme.de/blackberry-priv-review-testbericht#comments Mon, 07 Dec 2015 08:38:21 +0000 https://berryme.de/?p=8603 Als wir das erste Mal das BlackBerry PRIV auf dem Mobile World Congress im Mai dieses Jahres zu sehen bekamen, glaubte niemand wirklich daran, dass BlackBerry diesen Slider mit Android veröffentlichen würde. Doch John Chen ist dafür bekannt, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen, wenn diese aus seiner Sicht unternehmerischen Sinn ergeben. In diesem Fall geht es [&hellip]]>

Als wir das erste Mal das BlackBerry PRIV auf dem Mobile World Congress im Mai dieses Jahres zu sehen bekamen, glaubte niemand wirklich daran, dass BlackBerry diesen Slider mit Android veröffentlichen würde. Doch John Chen ist dafür bekannt, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen, wenn diese aus seiner Sicht unternehmerischen Sinn ergeben. In diesem Fall geht es um die Sicherstellung der Existenz des Hardware-Geschäftsbereichs. Laut Chen lässt sich dieser nur profitabel betreiben, wenn wenigstens 5 Millionen Geräte im Jahr verkauft werden. Mit dem aktuellen Portfolio ist man weit davon entfernt. Die Hardware des Priv wurde natürlich auch mit BlackBerry 10 intern getestet. Erschienen ist es jedoch mit Android 5.1. Was kann man vom vermeintlich Besten aus beiden Welten erwarten, ist der BlackBerry 10 Spirit auf Android angekommen? Unser PRIV tritt mit dem initialen Build AAC724 an.

Anmerkung: Auch für uns ist Android eine ziemlich neue Welt, dieser Testbericht ist also besonders für mögliche BlackBerry 10 Umsteiger interessant. Gerade die Bewertung der Software blickt aus den Augen eines BlackBerry Käufers. Über Hinweise zu möglichen inkorrekten Darstellungen der Funktionsweise von Android sind wir an dieser Stelle dankbar.

Die Hardware

//www.youtube.com/watch?v=mp2v8Hx1g_c

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Fast jede bekannte Smartphone-Marke lässt ihre Smartphones bei einem Auftragsfertiger produzieren. BlackBerry lässt das PRIV bei Wistron herstellen, einem langjährigen Partner, der sich für die Produktion von vielen vergangenen High-End Smartphones von BlackBerry verantwortlich zeichnet.
Schon beim ersten Kontakt wird die Erfahrung deutlich. Das PRIV lässt sich sehr gut in die Hand nehmen und fühlt sich sehr wertig an. Das 5,43“ große dual-curved Display führt zu einer Besitzbegierde und demonstriert gleichzeitig, in welcher Kategorie sich das BlackBerry PRIV einsortieren will. Einen Größenvergleich braucht das PRIV nicht zu scheuen. Mit 147 * 77,2 * 9,4mm besitzt es in allen Dimensionen ein ansprechendes Format für das Gebotene. Trotz des Schiebemechanismus ist es nur unwesentlicher dicker als ein Passport und gerade einmal 5mm breiter als ein Z30, gegenüber dem LEAP ist der Abstand sogar noch geringer. BlackBerry hat es mit dem PRIV geschafft, dass Gerät auch in der Horizontale nicht zu ausschweifend zu gestalteten. Vergleichbare Android-Konkurrenz muss in dieser Disziplin durchaus zurückstecken.

So viele Pixel, dass sich die Ränder biegen

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Mit einer Auflösung von 2560*1440 und der damit verbundenen Pixeldichte von 540ppi ist das Display so hochauflösend, dass man selbst bei geringster Entfernung zum Gerät mit bloßem Auge keine Pixel ausmachen kann. Das Panel selbst ist von LG und fällt unter die Kategorie der „flexible-OLEDs“, bei dem das OLED-Display auf ein biegsames Trägermaterial aufgebracht wird. Uns ist aufgefallen, dass beim Anzeigen heller Hintergründen beim Scrollen ein sehr feines Muster zu erkennen ist. Am ehesten kann man die Darstellung mit einem seidigen Coating von (TFT)-Displays vergleichen, die zum Schutz vor Spiegelungen mit einer zusätzlichen Folie mattiert werden. Der entstehende Effekt ist jedoch keineswegs störend oder auffällig. Deutlich stärker merkt man, wie das PRIV die Helligkeit anpasst, sofern man diese Option in den Einstellungen aktiviert. Stellte man bei BlackBerry 10 die Helligkeit noch nach dem Motto ’set and forget‘ ein, muss man beim PRIV immer wieder nachregeln. BlackBerry 10 hatte einen so optimal auf den Helligkeitssensor angepassten Algorithmus, dass man nie wirklich merkte, dass sich die Helligkeit des Displays ändert. Diese Zusammenspiel gelingt dem PRIV noch nicht, die Helligkeit ändert sich häufiger schlagartig von <50% auf >90%, dafür regelt das Gerät in einigen Fällen von wechselnden Umgebungen die Leuchtkraft überhaupt nicht. Unschön, es sollte allerdings mit einem Update behebbar sein.

Auf der Vorderseite wird das Display des PRIV durch einen Metallrahmen eingefasst, dieser gesamte Bereich wird durch Gorilla Glas 4 von Corning geschützt. Auch wenn die Abrundung des Displays nur sehr gering erscheint, so lässt sie sich tatsächlich beim Halten des Geräts erkennen. Neben dem BlackBerry Schriftzug, der chromglänzend wie schon beim Passport erscheint, finden sich die Annäherungs- und Helligkeitssensoren, nebst der für BlackBerry Smartphones obligatorischen Benachrichtigungs-LED. Neben dem Ausschnitt für den Ohrhörer ist im oberen Bereich die Front-Kamera mit 2 Megapixeln am leichtesten zu identifizieren. Sie wurde gegenüber dem Passport mit einem anderen Sensor versehen, der zwar noch die gleiche Auflösung bietet, dennoch an Bildqualität zugelegt haben sollte.

Der Tastatur-Slider ist zurück!

Der gesamte durch den Metallrahmen eingefasste Bereich des Displays lässt sich nun nach oben schieben und legt die verdeckte vierreihige Tastatur frei. Damit vergrößert sich die Höhe des PRIV auf 184mm. Der Schiebemechanismus selbst gleicht dem älterer BlackBerrys und will sagen: Wir können Slider. Wir haben niemanden getroffen, dem dieser Mechanismus hinsichtlich Widerstand und Gleitfähigkeit nicht gefällt, er ist schlicht optimal. Ob von der Kante unterhalb des Displays oder mit Druck auf das Display nach oben geschoben, der Slider arbeitet stets voraussehbar und zuverlässig. Die Funktionen der einzelnen freigelegten Tasten entsprechen fast vollständig denen von Q10 und Classic, mit einer kleinen Ausnahme: Die Taste 0 kann unter Android auch innerhalb von Apps für zusätzliche Funktionen benutzt werden. Im aktuellen Geräte-Portfolio von BlackBerry hat das PRIV trotz der größten Geräteabmessungen die kleinsten Tasten. Am ehesten lassen sie sich noch mit den denen des Q10 vergleichen, dessen Breite der einzelnen Tasten denen des PRIV nahe kommt, die Höhe jedoch wesentlich geringer ist. Das Design der einzelnen Tasten entspricht weitestgehend dem Design des Passport: Von der Mitte der Tastatur aus sind die Tasten in jeweils entgegengesetzte Richtung abgeschrägt, um eine klare Unterscheidung zwischen den Tasten zu ermöglichen. Zudem erheben sich die Tasten in vertikaler Richtung wie beim Passport und bieten dem Daumen beim Kontakt so eine klare Rückmeldung. Durch die vierreihige Tastatur ist es nicht notwendig, für Zahlen wie beim Passport den Touchscreen zu benutzen. Bis auf die angezeigten Wortvorschläge verdecken keine Elemente den Bildschirm. Hat man sich auf die Tastatur eingestellt, kann man auch mit ihr sehr schnell und angenehm tippen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAStörend bleibt für BlackBerry 10 Umsteiger die stets nur einsprachig zu benutzende Tastatur. Zwar kann man über ein kleines Icon die Sprache der Tastatur und damit die der Wortvorschläge und Korrekturen anpassen, dennoch bleibt dies deutlich umständlicher als unter BlackBerry 10, bei dem man bis zu drei Sprachen aktivieren und damit gleichzeitig nutzen konnte. Möglicherweise liefert BlackBerry auch hier noch ein Update nach. Wie beim Passport ist die PRIV Tastatur berührungsempfindlich, kann also für verschiedene Gesten und Aktionen wie zum Beispiel Scrollen in Texten genutzt werden. Das funktioniert unter Android erstaunlich gut. Besonders die Geste zum Löschen von Inhalten gefällt auch am PRIV. Gut gelungen sind auch die Möglichkeiten, einzelne Tasten als Shortcuts für Aktionen zu verwenden oder durch sie die von BlackBerry 10 bekannte Gerätesuche zu starten. Da uns viele von euch gefragt haben, ob die Tastatur hintergrundbeleuchtet ist, hier ein Beweisbild: Sie ist es!

Die Touchtastatur entspricht fast vollständig der von BlackBerry 10, Wortvorschläge können also ebenso durch einfach Wischgesten im Text platziert werden. Auch auf dem großen Touchdisplay tippt es sich so sehr zügig. Wir haben festgestellt, dass man für kurze Antworten oder dem Tippen von Login-Daten eher die Touchtastatur verwendet. Geht der Text über einen Satz hinaus, slidet man dagegen schnell die Hardware-Tastatur heraus.

Laut, Lauter, Privport?

Der Rest der vorderen Unterseite ist perforiert und bietet Platz für den dahinter versteckten Mono-Speaker. Dieser ist ausschließlich nach vorne gerichtet, bietet sich daher optimal für den Medienkonsum an. Zwar kann man generell keine Höchstleistungen von solchen Lautsprechern erwarten, dennoch fällt dieser Lautsprecher gegenüber dem Passport leicht zurück. Leider bieten die Löcher auch immer wieder Platz für Staub. Die Maximallautstärke ist geringer und an Volumen mangelt es ebenfalls ein wenig. Kein Wunder, denn das Passport kann auch auf Stereo-Speaker setzen. Dafür holt der Ohrhörer die wenigen verloren Prozente wieder auf. Er bietet eine exzellente Verständlichkeit und eine sehr hohe Maximallautstärke, sodass man seine Gesprächspartner auch in lauten Umgebungen gut verstehen kann. Schön zu sehen ist, dass BlackBerry in den Lieferumfang endlich ein ansprechendes Headset packt. Der in-ear Kopfhörer mit dynamischen Treibern weist zwar einen typischen Badenwannen-Frequenzgang mit Anhebungen im Bereich der Bässe und Höhen auf, wird jedoch für einen Großteil der Nutzer ausreichend sein. Damit herrscht zwischen PRIV und Passport Gleichstand in diesem Kapitel.

Ein Gehäuse (fast) allererster Güte

Blicken wir auf die Seiten des PRIV fällt neben dem versetzten Head-Phone-Jack die links platzierte Standby-Taste auf. Bisherige BlackBerry 10 Smartphones bis auf das Z3 besaßen diese an der Oberseite des Gerätes. Beim PRIV führten zweifelsohne nur ergonomische Gründe zur Neuanordnung. Hält man das Gerät locker in der Hand, würde man einfach nicht mehr die Oberseite erreichen. Auf der rechten Seite finden sich dann die bekannten Lautstärkeregler wieder, die in ihrer Mitte einen Play/Pause beheimaten. Auf der Oberseite sind die Slots für die Micro-SD und Nano-SIM eingelassen. An beide eingeschobenen Trays gelangt man, indem man sie mit dem beigelegten Werkzeug öffnet. Ein schneller Wechsel ohne dieses Werkzeug ist also nicht möglich. Die Rückseite des PRIV wird von einer hochwertig anmutenden Glasfaserstruktur im Carbon-Look dominiert. Sie gleicht der des Z30 sehr stark und besitzt ähnliche rutschfeste Eigenschaften. Auf den zweiten Blick hätte dieses Struktur dann doch ein wenig mehr Haltbarkeit vertragen. Unser PRIV hatte nach wenigen Wochen Benutzung bereits fühlbare kleinere Beschädigungen der Struktur an den Kanten. Optisch und konstruktiv stark abgesetzt macht im oberen Bereich der Rückseite die neue 18 MP Kamera auf sich aufmerksam. Rechts daneben liegt der Dual-LED-Flash.

In der Mitte der Rückseite prangt das typische BlackBerry Logo, dessen Erhebungen leicht fühlbar aus einem metallischen Material sind. Unterhalb dieses Bereichs lässt sich das Gehäuse leicht eindrücken. Im Alltag nicht störend, bei Kenntnis über die Schwachstelle dennoch unschön. Offenbar hat man auf die Verwendung von Schaumstoff oder einem ähnlichem Material verzichtet, um den Bereich zwischen Innenleben und Abdeckung stabil zu gestalten. Da eine solche Maßnahme die Gewinnmarge des PRIV nur sehr wenig getroffen hätte, ist es umso ärgerlicher, dass das Gerät beim Gehäuse seinen eigenen Anspruch damit knapp verfehlt.

Trotz des relativ hohen Gewichts von rund 190g bleibt das Gerät in jeder Situation gut handhabbar, offen wie geschlossen. Grund dafür ist eine optimale Gewichtsverteilung, bei der die untere Hälfte mit Akku und Chipsätzen den Großteil der Kräfte ausmachen, die sich der Erde entgegen sehnen. Nachdem die Tastatur zum Vorschein gelangt, hat man so nie das Gefühl, das PRIV könnte überkippen. Auch mit einer Hand kann es mit ausgezogener Tastatur entspannt halten und auch noch bis zu einer der oberen Ecken greifen, ohne die Kontrolle zu verlieren.

Standesgemäße Hardware

Um dem eigenen Anspruch gerecht zu werden, hat BlackBerry auch im Innenleben ordentlich aufgerüstet. Nachdem im Passport erstmals für einen BlackBerry ein Quadcore verbaut ist, wird im PRIV auf den Snapdragon 808 Hexa-Core zurückgegriffen. Dieser SoC besteht aus zwei Cortex-A57 mit 1,8 Ghz und vier Cortex-A53 mit 1,44 GHz. Zudem sitzt noch die Adreno 418 GPU auf dem Silizium. Die Mischung von unterschiedlichen Kernen und Taktraten ermöglicht es in ersten Linie die Effizienz des SoC zu steigern, indem bei einfachen Aufgaben nur die A53 Kerne rechnen. Der Snapdragon 808 kann jedoch auch alle sechs Kerne parallel mit Aufgaben befüllen. Andere OEMs setzen ebenfalls relativ häufig auf den 808, der gegenüber seinem großem Bruder 810 um zwei Kerne und einige MHz beschnitten wurde. Aus Sicht der Energieeffizienz ist der 808 diesem natürlich vorzuziehen, zumal der 810 unter Last zum Drosseln auf Grund von zu hohen Temperaturen neigt. Dem SoC stehen 3GB vom recht schnellen LPDDR3 RAM zur Verfügung. Der Festspeicher ist wie beim Passport mit 32GB ausgelegt. Ausreichend viel, um darauf viele Apps aus dem Google Play Store zu installieren. Dennoch lässt sich der Speicher weiterhin durch MircoSD-Karten erweitern. Entgegen dem Festspeicher können MicroSD-Karten aktuell nicht verschlüsselt werden. BlackBerry ist sich dessen bewusst und arbeitet im Rahmen eines Softwareupdates an einer Lösung für dieses Problem. Die vollständigen technischen Spezifikationen findet ihr hier.

Kameras: Licht und Schatten

Bei den Kameras hat sich BlackBerry ebenfalls für ein umfangreiches Upgrade entscheiden. Die Frontkamera nimmt zwar weiterhin Bilder nur in 2MP auf, bekam dafür jedoch gegenüber dem Passport einen anderen Sensor. In Konsequenz rauschen diese Bilder tatsächlich etwas weniger, dennoch weisen sie weiterhin wenig Details auf. Wer auf Selfies bei gutem Licht steht, freut sich über den neuen gut funktionierenden Panorama-Modus der Frontkamera. Selfies mit der Familie macht man bei nicht so optimalem Lichtverhältnissen dennoch wohl weiterhin via „trial and error“ mit der Hauptkamera, Schade! Warum passte kein besserer 5MP-Sensor in die Renditerechnung von John Chen? Vielleicht war schon zu viel Geld in die Beschriftung der Hauptkamera geflossen, denn die wirklichen Neuerungen spielen sich auf der Rückseite ab. Bereits auf der ausladenden Einfassung der Hauptkamera lässt sich erkennen, dass Schneider Kreuznach Pate stand, um die Kameraoptik auf ein gehobenes Niveau zu bringen. Dafür setzt BlackBerry beim PRIV auf einen Phasen-AF. Dieser soll dafür sorgen, dass die Fokussierung besonders schnell erfolgen kann und leidgeplagte Passport-Nutzer mit hoher Fokussiergeschwindigkeit begeistern. Erstmals setzt BlackBerry bei den LED-Blitzlichtern auch auf zwei LEDs mit unterschiedlichen Farben. Im Zusammenhang mit einer guten Kamerasoftware können so auch bei schlechten Lichtverhältnissen ansprechende Portraits entstehen. Ob Schneider Kreuznach über die Beschriftung hinweg etwas zur Kamera beigetragen hat, lässt sich leider nicht nachvollziehen. In der Praxis zeigt sich jedoch: Der Aufwand hat sich gelohnt. Das PRIV fokussiert schnell und zuverlässig, Fotos rauschen bei guten Lichtverhältnissen angenehm wenig und sind sehr detailliert, wobei die Software sie nicht zu stark scharf zeichnet. Die Farbwiedergabe ist überaus natürlich. Wird die Beleuchtung schlechter, muss auch das PRIV die Empfindlichkeit des Sensors erhöhen. Obwohl die Bildqualität hier dem Passport weiterhin überlegen ist, bleibt Spielraum für Verbesserungen. Die Kamerasoftware versucht lange, das Rauschen und damit die ISO-Werte gering zu halten, muss dann jedoch bei der Verschlusszeit nach oben gehen, was für teilweise verschwommene Bilder sorgt. BlackBerry hat bereits angekündigt, im Software-Update für Dezember die Kamera bei der schlechten Lichtverhältnissen weiter optimiert zu haben. Wir sehen das Potential deutlich und glauben an eine Verbesserung durch zukünftige Updates.

Vergleichsbilder

Hier haben wir für euch jeweils das gleiche Bild mit dem PRIV, dem Passport und einem iPhone 6 aufgenommen und gegenüberstellt. Die Originale könnt ihr in der Galerie etwas weiter unten anschauen. 

Originalbilder












Testvideos

//www.youtube.com/watch?v=rdtVxHLxunc

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//www.youtube.com/watch?v=bqqPJKi5cO0

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//www.youtube.com/watch?v=x2QmqzQtRBo

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Akku

Beim fest verbauten Akku muss das PRIV leider dem Passport um 40mAh den Vortritt lassen. Mit 3410mAh besitzt das es dennoch einen sehr großen Akku, der einige Android Konkurrenten überflügelt (S6 Edge+) oder einen Gleichstand herstellt (Z5 Premium). Das BlackBerry PRIV unterstützt den von Qualcomm aufgesetzten Standard „Quickcharge 2.0“ zum besonders schnellen Laden des Akkus. Mit einem entsprechend zertifizierten Ladegerät könnt ihr so den Akku mit bis zu 3.0A Druckbetanken. Normale Ladegeräte können das Priv mit bis zu 1.8A Laden, was für einen zügigen Ladevorgang ausreichend ist. Das mitgelieferte Ladegerät kann dagegen nur mit 1.3A laden. Bei der Akkulaufzeit haben wir durchwachsene Ergebnisse erzielen können. Je nach installierten Apps und Benutzung lässt sich die Laufzeit eines Passport erreichen. Nimmt man das Gerät dann aber doch ein wenig öfter zur Hand, schwindet die Akkuanzeige nur so dahin, sodass wir von knapp 2/3 der Laufzeit des Passport ausgehen. Geht es nach dem Energiemonitor von Android, scheint das Display schuldig am rapiden Schwund der elektrischen Energie zu sein. Ob BlackBerry hier mit einem Update nachbessern kann, bleibt fraglich.

Konnektivität

Bei drahtlosen und kabelgebundenen Schnittstellen ist sich BlackBerry insgesamt treu geblieben, hat diese jedoch an entscheidenden Stellen verbessert. So stehen euch für die WLAN-Übertragung im 5GHz ac Standard jetzt zwei MIMO-Streams zur Verfügung, im Gerät sind also zwei WLAN Antennen verbaut. Dies sorgt für Bruttodatenraten von bis zu 867Mbit/s, netto bleiben davon dann noch etwa 500Mbits übrig. Mobilfunkdaten können dank eines neuen LTE-Modems jetzt mit bis zu 300 Mbit/s empfangen werden. Auch wenn der Empfang nicht immer die Dimensionen eines sehr guten Passport erreicht, sind die erreichbaren Datenraten auch in der Praxis ausgesprochen gut. Das BlackBerry Priv beherrscht zudem alle weiteren üblichen drahtlosen Standards wie NFC und Bluetooth 4.0.
Weiterhin Bestand hat auch der Slimport-Anschluss an der Unterseite, sodass kabelgebundenes Zubehör vom Passport wiederverwendet werden kann. Eine Änderung hat sich jedoch bei der Positionierung des Kopfhöreranschlusses ergeben. Da die obere dünne Einheit des Schiebemechanismus, die das Display enthält nur nach oben verschoben wird wäre es sehr unangenehm, den Kopfhöreranschluss ebenfalls oben zu belassen. BlackBerry hat sich daher für eine Platzierung an der unteren rechten Seite entschieden.

Android auf einem BlackBerry: Die Software

//www.youtube.com/watch?v=FWCEN3g324E

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Als erstes Smartphone von BlackBerry setzt das PRIV auf Android. Dieser Paradigmenwechsel war erforderlich geworden, da die bisherigen Verkäufe der BlackBerry 10 nicht zufriedenstellend sind, um eine rentable Hardware-Geschäftseinheit zu betreiben. Mit Android versucht man nun, ehemalige Käufer von BlackBerrys zu OS 5 bis 7 Zeiten zu animieren, wieder zur Marke zurückzukehren.
BlackBerry setzt beim PRIV auf Android 5.1.1 (Lollipop). Dieses Betriebssystem ist bereits seit knapp einem Jahr auf übrigen Android Smartphones zu finden. Der CEO von BlackBerry, John Chen, sagte einmal, wenn BlackBerry Android sicher machen könnte, wäre auch ein BlackBerry mit Android möglich. Doch was bedeutet für BlackBerry nun sicher und welche Maßnahmen wurden für das PRIV ergriffen?

PRIV is for Private?

Startet man das erste Mal das PRIV, wird in der Boot-Animation deutlich, dass BlackBerry stolz auf das ist, was man mit der Absicherung von Android erreichen konnte: Ein BlackBerry Schutzschild schützt das Android-Maskottchen Bugdroid. Im Fall des PRIV muss klar zwischen Datensicherheit und Datenschutz unterschieden werden. Zwar ist das PRIV durch die Modifikationen besser gegen böswillige Angriffe geschützt, dennoch bleibt als zentraler Datensammler Google. Beim ersten Start kommt man zwar noch um die Verknüpfung eines Google Kontos herum, Apps aus dem Play-Store herunterladen und nutzen kann man dennoch nicht. Dies ist zwar auch bei BlackBerry 10 Geräten mit der BlackBerry ID der Fall, dennoch nimmt mit der Kopplung an Google-Dienste der Datenbedarf offenbar zu. Spätestens, wenn euch Google Now nach einigen Stunden mitteilt, wo ihr euer Auto geparkt habt und wie lange der nach Hause weg dauert wird einem das bewusst. Wie viele Daten ihr Google preisgebt bleibt am Ende euch selbst überlassen, denn es besteht auch die Möglichkeit gewisse Funktionen zu deaktivieren.

Interessant wird es bei der Datensicherheit und dem BlackBerry PRIV mit Android, denn hier hat BlackBerry einen Ruf zu verlieren. In hauseigenen Blog wird beschrieben was alles getan wurde um das PRIV besonders abzusichern. Das PRIV ist dabei wie vorherige BlackBerry Modelle mit dem sog. „Root of Trust“ von BlackBerry ausgestattet. Dabei wird die Hardware bereits bei der Herstellung signiert und die Schlüssel in die Hardware eingefügt. Das Prinzip des Hardware Root of Trust wird hier genauer beschrieben. Zusätzlich stellt während des Startens „Verified Boot“ sowie „Secure Bootchain“ sicher, dass sowohl die Hardware als auch das System nicht verändert wurden. Beide verwenden dabei die o.g. Schlüssel in der Hardware. BlackBerry setzt am PRIV zusätzlich auf einen eigens angepassten, gehärteten Linux Kernel mit zahlreichen Veränderungen um die Sicherheit zusätzlich zu verbessern. Standardmäßig ist außerdem der Speicher des PRIV FIPS 140-2 konform verschlüsselt. Leider gilt dies noch nicht für eine Speicherweiterung mittels microSD-Karte. Sie kann aufgrund von Softwareproblemen momentan noch nicht verschlüsselt werden. Ein Update dafür ist seitens BlackBerry aber bereits in Arbeit.

Auch wenn es nach außen zuerst so aussieht ist das BlackBerry PRIV also keineswegs einfach nur ein weiteres Android Gerät. Vor dem Release des Priv hat CEO John Chen gesagt man würde ein Android Gerät nur dann auf den Markt bringen, wenn man sich sicher sei, dass man es auch absichern könne. Mit dem Priv ist BlackBerry dies also offenbar gelungen.

DTEK by BlackBerry

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//www.youtube.com/watch?v=mSwOOnZne2g

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Auf dem PRIV findet sich eine von BlackBerry eigens entwickelte Anwendung zur „Überwachung“ eurer Privatsphäre. Der Name diese Anwendung lautet DTEK und kommt von „detect“. Die App soll euch dabei helfen zu erkennen, welche Anwendungen auf eure persönlichen Daten zugreifen. Zusätzlich gibt DTEK euch eine Einschätzung über den allgemeinen Sicherheitsstatus eures Gerätes die anhand einer einfachen Skala abgelesen werden kann. Dieser Status hängt z.B. von der Stärke eures Passwortes ab, ob eine Verschlüsselung aktiviert ist oder auch ob z.B. unsichere Apps installiert sind. Wird eine kritische Einstellung festgestellt, gibt DTEK euch auch Empfehlungen zur Behebung dieses Problems. Schaut man sich eine Anwendung innerhalb von DTEK im Detail an, so wird euch angezeigt, auf welche Daten diese Anwendung genau zugegriffen hat und auch in welcher Häufigkeit. Zusätzlich besteht die Möglichkeit sich benachrichtigen zu lassen, wenn diese App das nächste Mal auf diese Daten zugreift. Durch den Einsatz von Android 5.1 ist es leider bisher nicht möglich den Zugriff zu unterbinden. Das wird sich allerdings mit dem Update auf die nächste Android Version ändern. Dann wird DTEK auch in der Lage sein einzelne Zugriffe von Anwendungen zu blockieren und kann sein volles Potential ausschöpfen. DTEK ist in jedem Fall sehr interessant und macht dem Benutzer bewusst, wie oft div. Anwendungen auf die persönlichen Daten zugreifen. Im Video oben könnt ihr das Ganze live sehen.

Android: Zunächst ist alles anders

Hat man die Schritte zur Einrichtung erst einmal überwunden, sieht man, dass BlackBerry keine unsinnigen Experimente wagen wollte und ein Android installiert hat, das „stock-Android“ sehr nahe kommt. Bei den ersten Schritten der Benutzung merkt man als ehemaliger OS10 Nutzer vor allem eins: Das Handling ist vollkommen anders. Die ersten paar Tage wird man damit beschäftigt sein, sich die Gesten auszutreiben, die BlackBerry 10 so effizient gemacht haben. Android setzt stattdessen auf die dauerhafte Präsenz von Navigations-Tasten für Zurück, Homescreen und Multitasking. Das App-Panel besteht im Wesentlichen wirklich nur aus Apps, das heißt die laufenden Apps oder der Hub können nicht durch Wischgesten wie in BlackBerry 10 erreicht werden. Da das Multitasking Panel stets verborgen ist und nur bei Bedarf aufgerufen wird, erwischt man sich schnell hier 20 und mehr Apps zu platzieren. Der vorinstallierte Chrome-Browser legt dort in der Standardeinstellung auch seine Tabs ab, sodass die Darstellung schnell unübersichtlich wird. Zumindest den „alles schließen“ Button hat Google nicht vergessen. Die Zurück-Taste hat in Android mehr Gewicht als in BlackBerry 10. Zwar kann man mit ihr auch durch einzelne Menüs zurücknavigieren, schlussendlich ermöglicht sie es jedoch, Anwendungen vollständig zu schließen. Im Zweifelsfalle gelingt dies auch besser als über die Multitaskingansicht. Der Button in der Mitte bringt den Nutzer stets zurück auf den Homescreen, es sei denn, man hält kurz auf diesem Knopf und wischt dann leicht nach rechts. Google nennt dies Streichverknüpfung, BlackBerry 10-Nutzer würden Hub-Geste dazu sagen. Die Streichverknüpfung ist für Android deshalb so interessant, da sie aus jeder Anwendung heraus möglich ist.

Die Optimierungen auf Android: BlackBerry HUB

//www.youtube.com/watch?v=1FCJf4Rn4eU

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Wenn BlackBerry 10 aus Hub, Multitasking-Ansicht und den Apps besteht, könnte man für Android diese Auswahl auf Apps und Benachrichtigungen reduzieren. Um das besser verstehen zu können, muss man wissen, wie der HUB auf Android funktioniert. War der HUB auf BlackBerry 10 noch vollständig in das Betriebssystem integriert, so ist er jetzt vor allen Dingen eine App. Dass man via Streichverknüpfung vom Home-Button den HUB erreichen kann ist da nur ein schwacher Trost, denn hier ließe sich auch jede andere App hinterlegen. E-Mail Accounts lassen sich im BlackBerry HUB zumindest beinahe wie unter BlackBerry 10 gewohnt gut verwalten. Auch die nächsten 5 Kalendereinträge lassen sich anschauen, zieht man die Liste mit den aktuellen Nachrichten weiter nach unten. Interessant ist, dass der BlackBerry HUB unter Android Funktionen besitzt, die wir so bisher nicht einmal unter BlackBerry 10 gesehen haben. Besonders interessant finden wir dabei z.B. die sog. „Snooze“ Funktion für E-Mails. Hier kann man mit einem Wisch nach rechts (je nach Konfiguration auch links) eine E-Mail verbergen und dabei definieren, wann diese wieder auftauchen soll. Dabei stehen dann verschiedene Optionen zur Verfügung. Man kann zum Einen eine Zeit definieren, nach der die E-Mail wieder auftauchen soll mit einer Erinnerung. Interessanter wird es aber, wenn man einen bestimmten Ort definiert oder ein gewisses WLAN-Netzwerk. Denkbar sind hier Szenarios wie z.B. „Diese private E-Mail erst wieder anzeigen, wenn ich zu Hause bin.“

BlackBerry HUB Android Snooze Funktion

Eine weitere tolle Option im HUB bieten die sog. Ansichten. Hier lassen sich die diversen, im HUB konfigurierten Konten je nach Wunsch zu einer Ansicht zusammenfassen. In der Standard-Ansicht die sich „BlackBerry HUB“ nennt sind alle Konten ohne jegliche Filter enthalten. Durch diese Funktion lassen sich wie in unserem Beispiel Ansichten erstellen die z.B. definieren: „Alle E-Mails  und Benachrichtigungen von Konto 1 + Konto 2 + Twitter  die ungelesen sind“.

BlackBerry HUB Android Ansichten definieren

Von Mehr- und Minderwerten

Als etwas störend haben wir die Konkurrenz zwischen dem BlackBerry HUB und den Benachrichtigungen der Apps empfunden. Unter BlackBerry 10 war der Hub auch das Notification Center, unter Android gibt es hier nun zwei Bereiche. Deaktiviert man z.B. nicht manuell die Mitteilungen für das initial eingerichtete Google-Konto erhält man die Benachrichtigungen für E-Mails dieses Kontos immer doppelt, einmal im HUB und noch einmal in der GMail App. Wechselte man unter BlackBerry 10 z.B. bei einer BBM Benachrichtigung noch direkt in den HUB um dort nachzuschauen ist es beim PRIV einfach schneller über die Benachrichtigung direkt zum BBM zu springen. Doch ist das auch effizient? Gerade zu Beginn fühlt man sich hiermit eher überfordert. Jede installierte App möchte sich mit Nachrichten in den Vordergrund bzw. die Benachrichtigungsleiste drängen, schnell wird nur noch ein Symbol angezeigt, dass mehr Benachrichtigungen vorliegen als Platz für Icons ist. Glücklicherweise kann man definieren, welche Anwendungen in diesen Bereich gelangen können und dies auch von einer Art Profil „Wichtig“ abhängig machen. Der HUB wird jedoch niemals das Notification Center ersetzen können, hier liegen die technischen Hürden zu hoch.

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„Profile“ sind aus unserer Sicht gegenüber BlackBerry 10 die Achillessehne von Android. Drei verschiedene Einstellungen stehen dabei zur Auswahl. „Bitte nicht stören“, „Wichtig“ und „Normal“. Wie zu erwarten stellt „Bitte nicht stören“ das Telefon komplett stumm und deaktiviert die LED, lässt allerdings auch keine Alarme zu. „Wichtig“ ermöglicht es, Anrufe oder Nachrichten oder auch Erinnerungen von wichtigen, also markierten Kontakten zuzulassen, oder aber auch von allen Kontakten nur Anrufe. Die Benachrichtigungs-LED bleibt dann dennoch stets aus. Sie leuchtet erst, wenn ihr „Normal“ aktiviert, dessen Klingelton- und Benachrichtigungslautstärken wie bei „Wichtig“ durch einen Slider gesteuert werden. Nur Anrufe von wichtigen Kontakten oder Benachrichtigungen, die ihr als wichtig kennzeichnet durchzulassen, ist eine sinnvolle mögliche Einstellung. Weniger schön ist es, dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass wirkliche Stille herrscht, wenn „Bitte nicht stören“ Aktiviert ist. Entgegen von BlackBerry 10 gibt es kein Menü, in dem man die Benachrichtigungen mit Lautstärken und Tönen für alle Anwendungen einstellt, dies gestaltet jede App selbst. So passiert es gerade nach den ersten Installation sehr schnell, dass trotz „Wichtig“ oder „Bitte nicht Stören“ Profil eine Anwendung Töne von sich gibt. Dadurch, dass man all diese Einstellungen noch beliebig durch „Inaktivitätseinstellungen“ und diverse andere Aus- und Einschlüsse beeinflussen kann, hat man tendenziell immer alle Benachrichtigungen mit einer geringen oder keinen Lautstärke an oder verzichtet mit „Bitte nicht stören“ auf alle Benachrichtigungen. Wohl wissend, dass es nie passieren wird, wünschen wir uns hier Profile wie „Nur Telefon“, „Stumm“ (aber mit LED), „Alle aus“ (aber mit Wecker) zurück. Hier fehlt noch der BlackBerry 10 Spirit, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist.

Natürlich kann Android aber mit anderen tollen Dingen aufwarten. Das App-Panel lässt mit Widgets recht stark erweitern, kleine Voransichten von Anwendungen bringen euch ohne einen Aufruf der App so Informationen direkt auf den Startbildschirm. Der größte Vorteil von Android ist und bleibt dann aber doch das Eco-System, also die im Google Play Store verfügbaren Anwendungen. Für jeden Geschmack und jeden denkbaren Anwendungsfall sind Apps installierbar. Für BlackBerry 10 Umsteiger wirkt sich vor allen Dingen die Verwendung der Google Play Services und die hohe Geschwindigkeit der Anwendungen aus. Manche Apps sind so erst überhaupt (z.B. Mytaxi oder Tripadvisor) oder performant nutzbar (z.B. Microsofts Office Apps oder Spotify). Dafür fallen die vorinstallierten Anwendungen ein wenig zurück. Google Photos kann bis auf die Cloud-Integration in keinen Belangen mit der Fotos App unter BlackBerry 10 mithalten. Gerade die unkomplizierte Darstellung und die integrierten Möglichkeiten zur Bearbeitung lassen Erinnerungen wach werden. Zum Glück kann der Play Store Abhilfe schaffen. Schön anzuschauen sind auch die Anzeigen im Sperrbildschirm für aktuell abgespielte Titel, sofern die Anwendung dies unterstützt. Unverständlich dabei bleibt jedoch, warum einzelne Titel sich nicht durch einen langen Druck auf die Lautstärketasten weiterschalten lassen oder beim Druck auf die mittlere Taste pausiert werden können. Dies muss von der jeweiligen App unterstützt werden.

Kontakte und Kalender

Auch die Anwendung für Kontakte und Kalender liefert BlackBerry auf dem PRIV aus. Die Anwendung für Kontakte wird Nutzern von BlackBerry 10 sehr bekannt vorkommen. Sie bietet die Möglichkeit Kontaktgruppen zu erstellen, Remote zu suchen, Favoriten zu verwalten und weitere Funktionen. Leider könnt ihr noch keine BBM Profile Kontakten zuordnen. Habt ihr das Profil „Wichtig“ aktiviert, erhaltet ihr von einem markierten Kontakt keine entsprechenden BBM-Benachrichtigungen.

Den Kalender selbst bezeichnet BlackBerry als den besten „out-of-box“ Kalender unter Android. Auch hier werden BlackBerry 10 Benutzer ein gewohntes Bild erwarten. Er bietet ähnliche Funktionen wie unter BlackBerry 10 inklusive der automatisch generierten „Ich komme später“ Meldungen falls ihr mal zu spät zu einem Meeting kommt. Der Kalender bietet ebenfalls den von mir persönlich sehr lieb gewonnen „Meeting Mode“, welcher automatisch die Stummschaltung aktiviert. Mit Hilfe der Tastatur lässt sich im Kalender z.B. zwischen der Wochen (W), Monats (M) oder Tagesansicht (D) wechseln.

In Sachen Kalender und Kontakte steht das PRIV der BlackBerry 10 Erfahrung also in nichts nach.

Productivity Tab

Eine Feinheit die BlackBerry auf dem PRIV ausliefert ist die sogenannte „Productivity Tab“. Dieser kleine Anker versteckt sich am gebogenen Rand (je nach Konfiguration links oder rechts).  Gleichzeitig ist diese Anwendung bisher neben der Akkuanzeige die einzige, welche sinnvoll den gebogenen Displayrand ausnutzt. Mit einem Wisch kann man dieses Tab öffnen und dort die neusten Nachrichten im HUB, die aktuellen Kalendereinträge, Aufgabe oder Kontakte anzeigen und dann auch zu der jeweiligen Anwendung wechseln. Wie bereits angesprochen lässt sich die Position und auch die Größe und Intensität dieses „Tabs“ in den Einstellungen angepasst werden. Wie das Live aussieht könnt ihr im Video zum HUB etwas weiter oben sehen.

Keyboard Shortcuts

BlackBerry PRIV Tastatur Shortcuts definieren

Das PRIV besitzt eine Tastatur. Was steht da näher als diese auch sinnvoll einzusetzen. Mit Hilfe der Tastatur-Shortcuts habt ihr am PRIV die verschiedensten Möglichkeiten. Jede Taste kann dabei sogar zwei Mal belegt werden. Einmal, wenn ihr die Taste nur kurz drückt und das andere Mal, wenn ihr die Taste lange drückt. Konfigurierbar sind dabei die verschiedensten Aktionen wie z.B. die Schnellwahl für Kontakte oder das Schreiben einer E-Mail.

Popup-Widgets

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Widgets unter Android sind keine Neuheit. Diese lassen sich in der Regel frei auf dem Bildschirm platzieren und dort festpinnen. Bietet eine App die Möglichkeit eines Widgets so werden unterhalb des Icons drei Punkte angezeigt. Ihr könnt dann auf dem Icon nach oben wischen und bekommt das Widget der App angezeigt. Man könnte also von einer Art „Widget-Peak-Geste“ sprechen.

Password Keeper

Wir sind besonders froh diese App von BlackBerry unter Android wiederzufinden. Bereits unter BlackBerry 10 haben wir sie intensiv genutzt. Die gewohnten Funktionen bietet die App auch hier, leider fehlt der unter BlackBerry 10 kürzlich hinzugefügte Cloud-Sync. So muss man also manuell ein Backup des Password Keepers wiederherstellen.

Picture Password

Picture Password wird auch vielen von euch BlackBerry 10 Benutzern bekannt vorkommen. Auch diese Funktion zum Entsperren eures Gerätes bietet BlackBerry auf dem PRIV an. Bei Picture Password wird ein Bild definiert und eine „versteckte Stelle“. Auf diese Stelle muss dann zum entsperren eine definierte Zahl gezogen werden. Um die ganze Geschichte abzusichern wird dabei eine Matrix von Zahlen über das von euch definierte Bild gelegt.

Fazit

Das BlackBerry Priv hat bei uns einen guten Eindruck hinterlassen. Bei der Verarbeitung hat BlackBerry beinahe alles richtig gemacht, die Rückseite hätte jedoch noch ein wenig mehr Liebe verdient gehabt. Dafür lässt sich die versteckte Tastatur toll aus dem stabilen und wertigen Gehäuse schieben. Nach einer Eingewöhnung in die neue Android-Welt empfindet man einige Dinge als kompliziert, freut sich aber über die schier endlosen Möglichkeiten durch die große App-Auswahl. BlackBerry hat mit sinnvollen Erweiterungen wie dem HUB dazu beigetragen, den Spirit von BlackBerry 10 auf das PRIV zu bringen. Ganz gelingen kann das nie, die Messlatte liegt dennoch bereits recht hoch. Die Tastaturen lassen sich sehr gut bedienen, auch die Integration von Gesten klappt hervorragend. BlackBerry sollte es jetzt noch schaffen, an der ein oder anderen Performance- und Feature-Schraube zu drehen. Die Ankündigungen für ein zukünftiges Update lassen keinen Zweifel aufkommen, dass man auf dem richtigen Weg ist.

Ist das erste Android-Smartphone von BlackBerry etwas für die Hartgesottenen unter uns? Das kommt darauf an, ob ihr Wert auf Apps legt. Da es heute in Googles Play Store für fast jede erdenkliche Situation eine (mitunter wirklich sinnvolle) App gibt, bekommt man unter BlackBerry 10 leider nur ansatzweise mit, was man mit einem Android-Smartphone wie dem PRIV noch alles anstellen kann. Ist man eher der Kommunikations-Powerworker und stellt damit E-Mails in den Vordergrund ist BlackBerry 10 wohl das (noch) bessere Betriebssystem. Hier ist vieles fokussierter als auf Android. Dieses agiert vielmehr nach dem Motto: Alles kann, nichts muss.

Das PRIV ist zu einer stürmischen Zeit ein cleverer Schachzug und wird viele Freunde unter BlackBerry-Rückkehrern finden. Für uns ist es nicht nur anders als bisherige BlackBerry Smartphones, es ist auch besser. Ob es allerdings 2/3 besser als ein Passport ist, um den Preis von 779€ zu rechtfertigen, ist fraglich. Wer early-adopter und verrückt nach kleinen Tastaturen ist, kauft das Gerät jetzt. Wer rational veranlagt ist, wartet 3 Monate auf Preissenkungen und Updates.

Galerie



























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BlackBerry Classic Review / Testbericht https://berryme.de/blackberry-classic-review-testbericht https://berryme.de/blackberry-classic-review-testbericht#comments Wed, 04 Feb 2015 10:31:25 +0000 https://berryme.de/?p=8311 Bereits in unserem ersten Hands-on zum BlackBerry Classic stellten wir uns die Frage, ob das Gerät das ist, worauf ehemalige und bestehende BlackBerry-Nutzer gewartet haben. Das Classic versucht schließlich die Moderne eines schnellen und vielseitigen Betriebssystems mit den herausragenden Eigenschaften vergangener Tage wie dem BlackBerry Toolbelt zu verknüpfen. Die Story von BlackBerry 10 unter Thorsten [&hellip]]>

Bereits in unserem ersten Hands-on zum BlackBerry Classic stellten wir uns die Frage, ob das Gerät das ist, worauf ehemalige und bestehende BlackBerry-Nutzer gewartet haben. Das Classic versucht schließlich die Moderne eines schnellen und vielseitigen Betriebssystems mit den herausragenden Eigenschaften vergangener Tage wie dem BlackBerry Toolbelt zu verknüpfen. Die Story von BlackBerry 10 unter Thorsten Heins sah zunächst ganz anders aus. Als das Z10 im Januar 2012 startete, war offensichtlich, dass die neue Generation mobiler Betriebssysteme auch bei BlackBerry auf vollständige Touchgeräte abzielte. Erst mehrere Monate später zog man mit dem Q10 auch ein Gerät mit Hardware-Tastatur nach. Die Tragweite dieser Entscheidung kann man in etwa damit vergleichen, wenn populäre Automobilhersteller in Deutschland für Monate nur die Limousinen ihrer Mittelklasse-Modelle am Markt hätten, obwohl  in den vorigen Generationen ein sehr hoher Absatz mit Kombi-Modellen erreicht werden konnte. BlackBerry versuchte sich also am offenen Kampf mit iOS und Android und musste in diesem Zusammenhang federn lassen. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass der aktuelle CEO John Chen sinngemäß den Auftrag im Unternehmen erteilte, ein Smartphone zu fertigen, nach dem sich die Kunden sehnen. Und nun halten wir also eben jenes BlackBerry in der Hand, das ganz „klassisch“ auf bekannte Werte zurückgreift.

BlackBerry Classic: Hardware

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Das BlackBerry Classic ist von der Formgebung am ehesten mit einem Q5 zu vergleichen. Im Gegensatz zum eher theoretischen Vorgänger Bold 9900 oder dem Q10 sind die Ecken des Geräts relativ stark abgerundet. Aktuell in der Farbe schwarz erhältlich umrahmt das Gehäuse ein schickes Metallband, welches nur an der Unterseite durch Kunststoffteile unterbrochen ist, da dort die Mobilfunkantenne platziert ist.

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Die restliche Anordnung der Tasten und Schnittstellen entspricht in etwa denen des BlackBerry Q10. So findet sich der Standby-Button mittig an der Stirnseite des Geräts. Die rechte Seite ist von den drei Media-Buttons geprägt. An der Unterseite ist der Slimport-Anschluss platziert, der sowohl zum Laden des Classic mit Micro-USB Ladegeräten als auch für die Videowiedergabe über verschiedene Adapter geeignet ist. Umgeben wird der Anschluss von zwei schmalen Lautsprecherblenden, von denen die rechte den tatsächlichen Lautsprecher beherbergt. Hinter der linken Öffnung sitzt jedoch kein zweiter Lautsprecher wie beim Passport, sondern nur das Mikrofon. Damit bietet das Classic leider nur Mono-Sound.

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Es gibt keine Möglichkeit das Gerät zu öffnen, um beispielsweise den Akku zu wechseln oder die SIM bzw. Medienkarte einzulegen. Erstmals verwendet BlackBerry hier Karten-Trays, die an der linken Seite des Classic zu finden sind. Solche Einschübe sind bei Produkten von Apple bereits seit Jahren im Einsatz, auch bei BlackBerry sind die einzelnen Einschübe aus dem gleichen Material wie der restliche Gehäuserahmen gefertigt. Wie das Passport authentifiziert sich das Classic nur über eine Nano-Sim beim Mobilfunkprovider, dank dem vorinstallierten BlackBerry OS 10.3.1 lassen sich micro-SD-Karten mit bis zu 128GB verwenden. Um unschöne Aufkleber oder Beschriftungen am Gerät zu vermeiden, hat BlackBerry alle relevanten Identifikationsinformationen zum Smartphone im microSD Kartenfach untergebracht. Dort kann eine Lasche über den SIM-Trayöffner herausgezogen werden. Die darüberhinaus notwendige CE-Kennzeichnung findet sich im unteren linken Bereich des Classic.

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Nano-SIM- und microSD-Kartentray

Die Vorderseite des BlackBerry Classic ist eine Mischung aus Bold 9900 und Q10. Unterhalb der Ohrmuschel und der 2,0 MP Frontkamera erbt das Classic vom Q10 den quadratischen Bildschirm und die damit verbundene Auflösung von 720px*720px. Die Bildschirmdiagonale steigt allerdings von 3,1″ auf 3,5″, erreicht damit jedoch nur 294 ppi. Unterhalb des Displays finden wir dann das von vielen älteren BlackBerrys bekannte Toolbelt wieder. Mit ihm ist es möglich, durch die Telefontasten Anrufe über feste Tasten anzunehmen oder abzulehnen. Natürlich hat damit auch die BlackBerry-Taste und die Zurücktaste den Einzug in das BlackBerry Classic gefunden. Zusammen mit dem Trackpad soll es also das bekannte BlackBerry-Gefühl zurückbringen. Im unteren Drittel ist die BlackBerry-Tastatur platziert, die auf bewährtes Design und Funktionen setzt. Sie ist im Vergleich zum BlackBerry Passport nicht touchsensitiv und besitzt ebenfalls wie das Q10 ganze vier Reihen und ist damit mit Shift- und Alt-Tasten ausgestattet. Die Tasten sind gegenüber dem 9900 und dem Q10 ein wenig glänzender lackiert.

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Ausgehend vom größeren Display am Classic gegenüber dem Q10 sind auch die Gehäuseabmessungen am Classic weiter gewachsen. Mit knapp 72mm Breite liegt es in etwa auf dem Niveau eines Z30 und ist mit 131mm in etwa so hoch wie das Passport. Mit 177g ist es sogar schwerer als das Z30. Durch eine optimale Balance im Gerät ist das recht hohe Gewicht jedoch beim Schreiben von Texten nie unangenehm. Bei der Tiefe des Gehäuses konnte BlackBerry keine größeren Fortschritte erzielen, mit 10,2mm kommt es relativ dick daher.
Blicken wir auf die Rückseites des BlackBerry Classic, ist diese in einer ähnlichen Struktur gehalten, wie wir sie vom Z10 kennen. Das heißt es handelt sich um eine beschichtete und damit griffige Rückseite aus Kunststoff, die jedoch nicht abnehmbar ist. Wer das Z10 kennt, wird feststellen, dass die Beschichtung etwas glatter als die des Z10 wirkt. Im oberen Bereich ist wie gewohnt die 8MP Kamera mit Autofocus außen platziert, neben ihr sitzt der LED-Flash. Die Kamera verwendet nicht den 13MP-Sensor aus dem BlackBerry Passport, was, wie wir im Review zum Passport gesehen haben, nicht unbedingt von Nachteil sein muss.

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Im Inneren des BlackBerry Classic arbeitet ebenfalls recht klassische Hardware. Sie ist in größten Teilen mit denen des Q10 vergleichbar, angepasst mit einem großen Akku von 2515 mAh, was einem Plus von knapp 20% entspricht. Hatte das Passport uns noch mit sehr aktueller Hardware überzeugen können, so ist das Classic nur mit einem Dualcore 1,5 Ghz Snapdragon Prozessor ausgestattet, dem die bekannten 2GB Arbeitsspeicher zur Verfügung gestellt werden. Die vielfältigen Optionen für Drahtlosverbindungen haben sich beim LTE erweitert, das Classic baut sie nun mit bis zu 150Mbit auf. Leider bietet das Gerät im Gegensatz zum Passport kein Wlan AC.

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Spezifikation diverser BlackBerry-Geräte im Vergleich

Dem angepriesenen Vorgänger Bold 9900 ist das Classic natürlich in allen Belangen weit überlegen. Das kann jedoch wahrlich nicht der Anspruch für ein Smartphone in 2015 sein. Dennoch stellt das Classic solide Hardware zur Verfügung, die durch eine gute Verarbeitung unterstrichen wird. Reicht das, um in der Praxis überzeugen zu können?

 

Das BlackBerry Classic in der Praxis

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Beim ersten in die Hand nehmen stellt sich mit dem Classic ein sehr gewohntes Gefühl ein. Alles ist an seinem Platz, das Trackpad liegt einem zu Händen und auch die Tastatur hat ein wohl bekanntes Layout. Der erste Start von BlackBerry 10 bringt dann dieses Gefühl den Daumen bevorzugt auf dem Trackpad zu haben ein wenig durcheinander. Dies gilt auch für Nutzer, die bereits ein BlackBerry 10 Gerät ihr Eigen nennen konnten. So will man eher mit einem Fingerwisch durch die Menüs navigieren, als das Trackpad und die dedizierten Hardware-Tasten für Zurück und das Kontext-Menü zu nutzen. Nach kurzer Zeit stellt sich jedoch das Gefühl ein, dass man mit dem Trackpad doch für richtige Geschwindigkeit beim Arbeiten sorgen kann. Dafür ist der HUB das beste Beispiel, denn dort erreicht man mit dem Trackpad eine hohe Geschwindigkeit beim Scrollen und präzisen Auswählen von Einträgen, sodass man sehr zügig in Zusammenhang mit der BlackBerry-Taste z.B. auf einzelne E-Mails reagieren kann. Auch die Zurücktaste spielt hier ihr Potential aus, schließlich wissen BlackBerry-Nutzer seit einer Vielzahl von Gerätegenerationen, dass im Grunde es nichts besseres als Hardware-Tasten gibt. Gerade Umsteiger, die von einem älteren BlackBerry Gerät nun auf das BlackBerry Classic setzen, wird das Trackpad sicherlich sehr erfreuen.

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App-Übersicht


Diese Erfahrung wird ein wenig von der Benutzung in der App-Übersicht getrübt. Hier wird man das Gefühl nicht los, dass das doch eher auf Gesten basierte und touchfreundliche Betriebssystem BlackBerry 10 nicht wirklich ein Trackpad gebraucht hätte. Einen wirklichen Nachteil stellt das natürlich nicht dar, schließlich kann man auch am Classic das gesamte System mit dem Touchscreen ähnlich dem Q10 bedienen. So gesehen wirkt das Trackpad dann doch eher als add-on für bestimmte „Apps“, wie dem HUB. Ähnlich sieht es im Browser aus. Das Classic bringt mit dem Trackpad auch noch einen Mauszeiger im Browser. Zwar ermöglicht dieser die präzise Navigation auf einzelne Links, aber die doch eher vergangene Eingabemethode fühlt sich einfach ein Stück weit veraltet an.
Am ehesten kann man dem Classic also vorwerfen, dass die Nutzerschnittstelle nicht durchgängig ist. Man erwischt sich immer wieder dabei, den Daumen vom Trackpad zu nehmen und über das Display zu navigieren, auch nach einer längeren Zeit der Benutzung. BlackBerry OS7 funktionierte mit dieser Eingabemethodik besser, auch weil es von Beginn an darauf zugeschnitten war. Besonders stört uns hier, dass man mit dem Trackpad zwar die App-Seiten durchscrollen kann und auch in den Hub gelangt, jedoch kommt man mit dem Trackpad nicht mehr hinaus. Dies wird mit Sicherheit durch ein Software-Update behoben, festigt jedoch den Eindruck, dass BlackBerry 10 nicht auf eine Bedienung mit dem Trackpad ausgelegt war.
Insofern vereint das Classic tatsächlich die alte Welt eines BlackBerry Bold 9900 mit der des BlackBerry OS10. Nur ist das tatsächlich das, was der Anwender will?

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Mit dem Passport hat BlackBerry gezeigt, was in Sachen Tastatur alles möglich ist. Das Classic folgt der namensgebenden klassischen Linie und verbaut eine Tastatur, die dem Bold 9900 und besonders dem Q10 sehr ähnlich ist. Im Unterschied zu beiden Geräten merkt man den etwas veränderten Druckpunkt gegenüber dem Q10. Auch die Beschichtung ist etwas weniger griffig und macht durch die glänzendere Lackierung den Eindruck, als ob das Classic bereits beim Auspacken ein paar Monate in Benutzung war. Bis hierhin merkte man nichts davon, dass das Classic nach dem Z3 das erste hochwertige Gerät aus der Produktionslinie von Foxconn ist. Nutzer von Bold oder Q10 finden sich mit der Tastatur sofort zurecht, Umsteiger vom Passport müssen sich doch wieder ein wenig an das Tastaturlayout gewöhnen. Schnell sucht man auch hier nach Gesten wie dem Löschen von Textbestandteilen mit der Tastatur und merkt, dass das Classic eben nicht als absolutes High-End Gerät einzuordnen ist.
Dies lässt sich zudem an zweierlei Dingen festmachen: Der Preis des Classic betrug beim Launch noch 429€ und ist mittlerweile bei fast allen größeren Händlern um 50€  auf 379€ gesunken. Damit liegt es fast 150€ unterhalb des Passport. Zum anderen kann besonders die CPU wie bereits eingangs erwähnt nicht ansatzweise mit der des Passport mithalten. Damit ergeben sich ganz besonders bei der Benutzung von Android-Apps unschöne Wartezeiten, die man vom Passport nicht mehr kannte.

Der Formfaktor des Classic ist damit das wirkliche Zünglein an der Waage, denn der jüngste Spross von BlackBerry zielt nicht nur auf Nutzer ab die bisher noch ein OS7 Gerät ihr Eigen nennen. Vielmehr sollen auch all jene potentielle Anwender erreicht werden, denen ein Passport einfach zu unhandlich ist. Nicht nur dass das Classic sehr gut in der Hand liegt, man kann auch trotz des recht hohen Gewichts angenehm telefonieren. Zwar hätte es durchaus ein wenig dünner werden können, insgesamt hat uns der Formfaktor dennoch begeistert.

BlackBerry 10.3.1 und das BlackBerry Classic

BlackBerry 10.3.1. ist das neueste umfangreiche Update von BlackBerry 10 und natürlich am Classic vorinstalliert. BlackBerry 10 wurde an vielen Stellen überarbeitet. Wie sich das Betriebssystem gerade im Zusammenspiel mit dem Classic verhält, haben wir in folgenden Video zur Software am BlackBerry Classic zusammengestellt.

//www.youtube.com/watch?v=sA4sG5CQMSQ

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10.3.1 am Classic

In vielen einzelnen Bereichen wurde 10.3.1. speziell auf die Benutzung mit dem Toolbelt zugeschnitten. Das Trackpad macht es erforderlich, dass einzelne Elemente im Betriebssystem selektierbar erscheinen. BlackBerry löst dies in fast allen Menüs über eine blaue Hintergrundfüllung des ausgewählten Elements. Bei der Auswahl von einzelnen Apps in der App-Übersicht besteht zusätzlich die Möglichkeit, direkt die Kamera oder den Hub zu starten oder gezielt über einzelne App-Seiten zu navigieren. Ein wenig rudimentär erscheint diese zusätzliche Auswahlmöglichkeit schon. Einzelne Seiten lassen sich sehr einfach mit dem Trackpad durchscrollen, die Kamera könnte über einen Shortcut starten. So wird die Navigation durch die Apps immer wieder erschwert, da man in den unteren selektierbaren Bereich rutscht. Häufig ertappt man sich auch hier, Apps per Touch zu starten.

Wirklich toll funktioniert das Trackpad im Hub. Dort lässt hervorragend durch die einzelnen Elemente navigieren. Das Auswählen mehrerer Elemente funktioniert in Verbindung mit dem Shift-Shortcut ebenso einfach. Der Hub ist damit eine der wenigen Anwendungen, in denen man wirklich den Vorteil des Trackpad spüren kann.

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Mit Hilfe der Shift-Taste lassen sich mit dem Trackpad im Hub leicht mehrere Elemente markieren

 

Im Toolbelt sind noch zwei weitere wesentlich Tasten vorhanden, die allen frühren BlackBerry-Nutzern bekannt sein sollten, die BlackBerry und die Zurück-Taste. Eine Art BlackBerry-Taste war beim Erscheinen von BlackBerry 10 nie angedacht, insofern kann man in Waterloo ziemlich stolz sein auf das, was man mit ihrer Implementierung geschaffen hat. In fast allen Anwendungen sorgt ein Druck auf der BlackBerry-Taste dafür, dass das Kontext-Menü geöffnet wird. Dieses würdet ihr ansonsten über die drei Punkte in der Menü-Leiste öffnen. Drückt ihr nun erneut auf die Taste wird die gewählte Aktion auf dem Kontextmenü ausgeführt. Bleibt ihr dagegen von Anfang an lange auf der BlackBerry-Taste, öffnet sich das Einstellungsmenü, welches ihr ansonsten über einen Down-Swipe erreichen würdet. Gerade weil es in BlackBerry 10 eben jene unterschiedliche Möglichkeiten zum Öffnen eines Menüs gibt, erscheint diese Handhabung durchaus sinnvoll und intuitiv.

Den womöglich größten Geschwindigkeitsgewinn könnt ihr jedoch mit der Zurück-Taste erreichen. Mit dieser Taste könnt ihr nicht nur einzelne Anwendungen aus den Active-Frames heraus schließen, sie bietet euch auch die Möglichkeit genau das zu tun was man von ihr erwarten würde, sie führt euch in das vorige Menü. Damit kommt sie einem Wisch von links nach rechts gleich, der das aktuelle Fenster verschwinden lässt.

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Active-Frames lassen sich markieren und mit der Zurück-Taste schließen

 

Zu guter Letzt bietet das Classic die Möglichkeit über die Telefon-Tasten die Telefoniefunktionen von BlackBerry 10 zu nutzen. Mit der linken Hörertaste startet sich aus fast jeder Anwendung heraus direkt die Telefon-App. Mit ihr könnt ihr natürlich auch Anrufe annehmen, diese Funktion wird auch in BBM-Voice-Chats wahrgenommen. Den Gegensatz dazu bildet die rechte Hörertaste, mit der ihr Anrufe ablehnen oder auflegen könnt. Sie dient ebenso dazu, euch in jeder App auf den Startbildschirm zurückzubringen.

Zusätzlich gibt es natürlich noch eine ganze Menge an weiteren Verbesserung die mit 10.3.1 nicht nur auf die Classic-Nutzer zukommen. Denn schon bald ist dieses Update auch für alle anderen BlackBerry 10 Geräte verfügbar. Daher haben wir die wichtigsten Änderungen in einem gesonderten Video bzw. Post für euch zusammengestellt.

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BlackBerry 10.3.1.: Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

 

Geschwindigkeit

Im BlackBerry Classic sitzt nicht die neueste Hardware, das Gerät muss mit einem Dualcore Snapdragon 8960 von Qualcomm auskommen, der mit 1,5 GHz getaktet ist. Diese Plattform hat bereits ein paar Jahre auf dem Buckel und kann damit auch nicht auf aktuelle stromsparende Chips und schnelle interne Speicherverbindungen zurückgreifen. Trotzdem zeigt BlackBerry 10 erneut, wie effizient es mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umgehen kann. Das gesamte Betriebssystem lässt sich flüssig bedienen und zeigt keine Ruckler. Einzig beim Starten von Anwendungen, dem Browser oder dem Benutzen von Android-Apps fällt insbesondere zum Passport ein Geschwindigkeitsnachteil auf. Da viele Android-Apps größtenteils sehr ressourcenhungrig sind und durch die Android-Virtualisierung im BlackBerry OS weitere Performance verloren geht, wirkt sich die schwächere CPU-Leistung hier noch einig wenig stärker aus. Bei Benchmarks konnte wir dem Classic dennoch einen kleinen Geschwindigkeitsvorsprung gegenüber dem Q10 mit gleichem OS attestieren.

Display

Mittlerweile existieren vier verschiedene Auflösungen für BlackBerry 10. Damit war absehbar, dass BlackBerry sich beim Classic für 720px * 720px entscheiden wird, da die Passport Auflösung aktuell technisch zu hoch für ein Display von 3,5″ gewesen wäre. Somit stellt das Display ganze 294 Pixel per inch dar, dass zwar sichtbar nicht an die 426ppi des Passport heran kommt, dennoch ausreichend ist. Dies tut es anders als das Q10 (OLED) wieder als LCD mit einem IPS Panel. Die Farbtemperatur ist damit sehr angenehm und auch die Helligkeit und Ablesbarkeit bei direktem Sonnenlicht (für einige ein Problem am Q10) ist sehr gut. Diese guten Merkmale wurden vom Passport übernommen.

Kamera

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BlackBerry verbaut am Classic als Hauptkamera erneut eine 8 Megapixel-Kamera, die von einem LED-Flash unterstützt werden kann. Der Fokus der Kamera funktioniert zuverlässiger als am Passport, die Qualität der Bilder steht denen des Q10 oder Z30 in nichts nach. In schwächeren Lichtverhältnissen muss natürlich auch diese Kamera zurückstecken und zeigt relativ starkes Rauschen bei hoher Aufnahme-Empfindlichkeit, dennoch sind die Ergebnisse brauchbar. Mit 10.3. ist natürlich auch der Panorama-Modus mit an Bord. Videos kann das Classic in 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde und in 720p bei 60 FPS aufnehmen.

Beispielbilder


Beispielvideos

//www.youtube.com/watch?v=r0u3f2gr1Cg

//www.youtube.com/watch?v=dCdpReFEDW8

Akkulaufzeit

Mit 2515mAh ist der Akku des Classic ein wenig größer als der des Q10 mit 2100mAh, jedoch fast doppelt so groß wie der des Bold 9900 (1230mAh). Durch die quasi nicht stärkeren Systemressourcen gegenüber dem Q10 lässt sich die These aufstellen, dass das Classic in der Praxis noch ein wenig länger laufen sollte. Zwar kann es nicht mit einem stromsparenden OLED glänzen, dennoch erreicht es eine leicht längere Laufzeit als das Q10. Das bedeutet natürlich je nach Anwendungsszenario, dass man mit dem Classic bei gemischter Nutzung (insgesamt ca. 1 Stunde telefonieren, ca. 3 Stunden aktiv im Hub und leichtes Browsen) sehr leicht über einen Tag kommt. Die Akkulaufzeit kommt damit dem Z30 mit 2880mAh sehr nahe, das mit dem großen Bildschirm, der höheren Auflösung und der stärkeren Hardware kämpfen muss. Einziger Wermutstropfen bleibt an dieser Stelle, dass der Akku am Classic wie auch am Z30 und Passport nicht wechselbar ist.

Lautsprecher und Mikrofon

Wie wir bereits eingangs erwähnten, ist an der Unterseite des BlackBerry Classic nur ein Lautsprecher verbaut. Damit ermöglicht das Telefon genauso wie das Q10 nur Mono-Sound. Dennoch ist die Lautstärke und Klangqualität besonders für Klingeltöne angemessen und muss sich nicht hinter anderen BlackBerry 10 Geräten verstecken. Gleiches gilt für den Ohrhörer, der eine ähnliche Leistung wie das Q10 liefert.

Empfang

Auch beim Empfang leistet sich BlackBerry keine Schwäche und ist sowohl bei GSM-Verbindungen als auch über WLAN bezüglich der Verbindungsstärke auf der Höhe der Zeit. Hier kann das Classic auch beim Wifi-Empfang das Z30 übertrumpfen, welches in bestimmten Situation schon ein paar Meter früher die Wlan-Verbindung beendet. Etwas Schade finden wir jedoch, dass das Classic kein Wlan-Ac unterstützt, mit dem Passport kann man so 433Mbit/s Datenrate erreichen.

Preis und Verfügbarkeit

Das BlackBerry Classic ist aktuell nur in der Farbe Schwarz erhältlich, vermutlich wird es auch noch in Weiß erscheinen. Nach der Veröffentlichung Ende letzten Jahres war das Gerät für 429€ verfügbar. Dieser Preis ist nun auf knapp 379€ oder weniger bei größeren Händlern in Deutschland gesunken. Solltet ihr das Gerät mit einem Vertrag erwerben wollen, lassen euch Vodafone, O2 und mittlerweile auch die Telekom nicht im Stich. Haltet ihr dann das Paket mit dem Classic in euren Händen, werdet ihr neben dem Gerät und einem Ladegerät samt USB-Kabel ein Headset finden.

Fazit

Als Gerät in der alltäglichen Büronutzung oder als Nachfolger des Bold 9900 eignet sich das BlackBerry Classic hervorragend. Es liegt gut in der Hand und ist gegenüber dem Passport weitaus kompakter und bietet eine passable Akkulaufzeit. Die Geschwindigkeit ist ausreichend, fällt jedoch ganz besonders bei Android-Apps etwas ab, sodass gerade die nativ auf BlackBerry 10 eher unpopulären Medienapps als Androidvariante nicht optimal zu nutzen sind. Das liegt natürlich auch am Preis und der Positionierung des Classic, doch sind die Android Apps auf dem Passport eine echte Alternative zu verstehen muss man sie beim Classic eher als Notbehelf bezeichnen. Damit muss der Käufer für sich selbst abwägen, ob ihm eher Performance und damit auch einige Android-Apps mit einem recht großen Display wichtig sind oder er eher Wert auf ein handliches Design mit dem urtypischen BlackBerry Toolbelt und einem geringeren Preis legt. Insgesamt wird man sich dank der Verbesserung in BlackBerry 10.3.1 nicht wirklich falsch entscheiden können.


















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BlackBerry Passport Review / Testbericht https://berryme.de/blackberry-passport-review-testbericht https://berryme.de/blackberry-passport-review-testbericht#comments Thu, 02 Oct 2014 12:39:42 +0000 http://berryme.de/?p=8007 BlackBerry-Passport-ReviewDeutlich länger als ein Jahr ist es her, dass BlackBerry ein High-End Smartphone vorgestellt hat. Nun hat das Warten endlich ein Ende, das BlackBerry Passport ist da. Doch wie schon zur Ankündigung beschrieben ist es nicht einfach nur eine Weiterentwicklung bestehender Smartphone-Formate. BlackBerry bringt mit dem Passport einen völlig neuen Formfaktor ins Spiel. Das Passport wirft bekannte [&hellip]]> BlackBerry-Passport-Review

Deutlich länger als ein Jahr ist es her, dass BlackBerry ein High-End Smartphone vorgestellt hat. Nun hat das Warten endlich ein Ende, das BlackBerry Passport ist da. Doch wie schon zur Ankündigung beschrieben ist es nicht einfach nur eine Weiterentwicklung bestehender Smartphone-Formate. BlackBerry bringt mit dem Passport einen völlig neuen Formfaktor ins Spiel. Das Passport wirft bekannte Design-Paradigmen über den Haufen und will damit besonders den Power-User ansprechen, dem Gettings Things Done das Wichtigste ist. Nebenbei ist es das erste Smartphone, an dem sich CEO John Chen messen lassen muss, verantwortete er doch noch wesentliche Teile der Entwicklung des Passports. Im Geräteportfolio soll das Passport die erste wirkliche Wende bringen und viele Nutzer, die noch immer auf OS7 verharren oder zur Konkurrenz gewechselt sind, zum Kauf bewegen. Ob BlackBerry mit dem Passport dem Power-User gerecht wird und ob es das Smartphone tatsächlich die Wende für BlackBerry bringen kann möchten wir in unserem Review klären.

Das BlackBerry Passport im Detail

//www.youtube.com/watch?v=szlFI3V6l2w

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Dass das Passport recht groß ausfallen wird, konnte man anhand verschiedener Fotos bereits begutachten. Nichts übertrifft jedoch das Gefühl, wenn man das Gerät dann tatsächlich in die Hand nimmt. Zum einen ist es vollkommen ungewohnt, ein Gerät voranging mit zwei Händen halten zu müssen. Zum anderen ist man dieses Smartphone-Format bisher einfach nicht gewohnt. Nach der ersten Überraschung über die tatsächliche Größe des Passports, erkennt man schnell, dass diese Größe sich an vielen Stellen bei der Bedienung als Vorteilhaft herausstellen kann. Der Ansatz, den Bildschirm im Verhältnis 1:1 möglichst groß zu gestalten und dazu noch Hardware-Tasten zu spendieren, um es so komfortabel mit zwei Händen zu bedienen scheint zunächst gelungen.

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Nimmt man das Gerät in die Hand, ist merkbar wie viel Wert die Ingenieure auf eine hervorragende Haptik gelegt haben. Auch wenn wir von BlackBerry bis auf wenige Ausnahmen stets eine hochwertige Verarbeitung gewohnt sind, kann das Passport alle bisherigen Smartphones von BlackBerry klar übertreffen. Die sehr griffige Soft-Touch Rückseite besitzt an den Seiten Abrundungen, um ein entspanntes Halten des Geräts auch mit zwei Händen zu gewährleisten. Umlaufend findet sich am Passport ein Edelstahlrahmen, der auch farblich mit den Tasten zur Lautstärkeregulierung harmoniert.

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Hardware-Spezifikationen von BlackBerry 10 Geräten im Vergleich

Bereits äußerlich hat das Passport dennoch einige Überraschungen zu bieten. Der größte Teil der Rückseite, welcher bis zur Kamera reicht, lässt sich nicht abnehmen, wodurch sich der integrierte 3450mAh Akku wie zum Beispiel beim Q5 nicht wechseln lässt. Oberhalb der Kamera findet sich dann eine Abdeckung, hinter der sich die Nano-SIM, sowie der Slot für die Mirco-SD Karte(bis zu 128GB) verbirgt. Hier folgt die nächste Überraschung, wenn man von einem bisherigen BlackBerry 10 Smartphone umsteigt, denn das Passport erfordert eine Nano-SIM wie sie bisher typischerweise nur von Apple iOS Geräten und einigen Android-Smartphones verwendet wird. Man kann nur vermuten, dass man iPhone-Nutzern so den Umstieg damit besonders einfach machen möchte. Ein Tear-Down wird hier noch zeigen, wie viel Platz neben dem riesigen Akku für die Aufnahme der SIM-Karte tatsächlich geblieben ist. Vermutlich nicht viel, sodass der Einsatz der Nano-Sim vor allen Dingen technische Hintergründe haben wird. Ansehnlich eingerahmt wird auch die zwischen Steckkarten und Akku sitzende Kamera, die nun mit 13 Megapixeln auflöst. Mit dabei ist ein optischer Bildstabilisator der euch dabei unterstützt, weniger verwackelte Bilder zu schießen, solltet ihr eine nicht ganz so ruhige Hand besitzen. Elektromechanische Motoren bewegen hierbei die Linse im Millisekunden-Bereich, um sie möglichst stabil zu halten. Die verwendete Optik mit einer Blende von F2.0 sollte ebenso die Aufnahme guter Bilder unterstützen. Gegenüber älteren BlackBerry 10 Smartphones neu hinzugekommen ist die Möglichkeit, Videos in 1080p auch mit 60 Bildern pro Sekunde aufzunehmen. Beim LED-Flash setzt BlackBerry im Vergleich zum BlackBerry Q10 auf eine etwas andere Farbtemperatur. Erschien der LED-Blitz beim Q10 eher bläulich, ist dieser beim Passport gelb-/grünlich, wodurch eine natürlichere Farbwiedergabe von Portraitfotos bei Dunkelheit unter Einsatz des LED-Blitzes erreicht werden kann.



Drehen wir das Gerät nun um und schauen auf die Vorderseite, setzt sich der hochwertige Eindruck fort. Das Display, welches auf der Vorderseite durch Gorilla Glas 3 von Corning geschützt wird, ist durchgängig bis an die Ränder glänzend ausgeführt, so wie wir dies auch schon bei vielen anderen BlackBerry Smartphones gesehen haben. Auffällig dabei ist, dass das Display an der linken und rechten Seite nah an den Rand geht, der zudem leicht abgerundet ist. Das erzeugt ein angenehmes Gefühl beim Swipen an den Rändern. Der Einsatz von Gorilla Glas macht sich besonders bei Kratzfestigkeit und der generellen Stabilität des Displays bemerkbar. Zwar lässt auch Gorilla Glas Kratzer zu, jedoch sind diese schwerer zu erzeugen und auch deutlich weniger sichtbar, als es bei Geräten ohne Gorilla Glas der Fall ist. An der oberen Seite ist der chromglänzende BlackBerry Schriftzug zu erkennen, welcher direkt unter dem Ohrhörer sitzt. In diesem findet sich versteckt neben dem Lautsprecher auch ein kleines Mikrofon. Dieses wird beim Telefonieren dazu genutzt zu analysieren, wie ihr das Gerät am Ohr haltet um dementsprechend die Lautstärke dynamisch zu regeln. Zudem wurde beim Passport neben der reinen Lautstärke darauf geachtet, eine möglichst hohe Verständlichkeit des Gesprächspartners zu erreichen. An der oberen Seiten findet sich recht weit am Rand die Frontkamera, welche mit 2 Megapixeln auflöst. Daneben sind auch die obligatorischen Annäherungs- und Helligkeitssensoren sowie die Benachrichtigungs-LED vorhanden. Der Standby-Button an der Stirn wurde aus ergonomischen Gründen auf der rechten Seite positioniert.

QWERTZ neu interpretiert


An der unteren Seite findet sich die neue kapazitive dreireihige Tastatur, die dem Passport zu seiner unverwechselbaren Optik verhilft. Die einzelnen Tasten fallen deutlich größer aus, als z.B. beim Q10, dennoch dienen sie nur noch dazu, Buchstaben einzugeben und sind nicht mehr mit Sonderzeichen o.ä. belegt, die durch die eine „ALT“ Taste aktiviert werden können. Die Eingabe solcher Zeichen oder Zahlen hat BlackBerry vollständig auf eine dynamische On-Screen Tastatur verschoben. Interessant ist auch die Positionierung und Größe der Leertaste, da sie durch den Entfall der 4. Reihe in die erste Buchstabenreihe rücken musste. Dabei verteilt sie sich auf nur zwei Buchstaben und ist damit kürzer als am Q10. Neben der Leertaste bleiben nur noch die Enter- und Löschentaste ohne Buchstabenbedeutung übrig.






An der Unterseite des Passport erwartet uns die nächste Überraschung. Nicht nur, dass die Kabelschnittstelle jetzt hier zu finden ist, es ist auch nur noch ein Port und kein HDMI-Anschluss vorhanden. BlackBerry verwendet jetzt einen Anschluss nach dem Slimport-Standard. Dieser besitzt mehr Kontakte als ein üblicher micro-USB Stecker, ist damit jedoch Steckerkompatibel. In der Konsequenz bedeutet das, dass ihr weiterhin euer Micro-USB-Zubehör wie z.B. Ladegeräte verwenden könnt. Nur für die Wiedergabe über HDMI ist jetzt ein Adapterkabel notwendig.

Für Slimport lässt sich jedoch auch kostengünstig ein VGA-Adapter erwerben. Da wir im geschäftlichen Bereich noch immer viele VGA-Kabel sehen, ist das für eine kurze Präsentation durchaus ein gangbarer Weg. An Unterseite finden wir auch eines der vier Mikrofone zum Telefonieren. Desweiteren befinden sich hier die beiden Stereo-Lautsprecher.

Passport-Slimport
In Bezug auf den Prozessor hat BlackBerry beim Passport diesmal alles richtig gemacht und es zielgruppengerecht ausgestattet. Auch wenn man bei einem höchst effizienten Betriebssystem nicht zwingend über ein paar Megahertz mehr oder weniger philosophieren muss, die Ausstattung mit einem 2,2GHz Quadcore Snapdragon 801 Prozessor ist allemal erwähnenswert. Man liegt damit beinahe gleichauf mit anderen High-End Smartphones wie z.B. dem Samsung Galaxy S5. Das System-on-a-Chip kommt mit einer großen Anzahl an Verbesserungen beim Datenbus daher, so funktioniert zum Beispiel der Zugriff auf den internen 32 GB großen Speicher deutlich schneller als das, was wir bisher von BlackBerry Geräten kennen. Dem Passport werden dazu 3GB DDR3 RAM zur Verfügung gestellt, der mit 800 Mhz taktet.

Das BlackBerry Passport in der Praxis

Handhabung


Das Passport ist groß. Es ist breit. Es zieht die Blicke auf sich. Das Passport will dabei eigentlich nur eins sein: Produktiv. Im Alltag gelingt dem Smartphone das ziemlich gut. Der große Bildschirm bietet viel Platz für verschiedene Anwendungen und gibt dem Nutzer ein neues Gefühl, wenn es darum geht Inhalte darzustellen, die besonders von einem möglichst breiten und dennoch quadratischem Bildschirm profitieren. Ganz besonders stark spürt man das im HUB bzw. dem allgemeinen Messaging sowie dem Browser. Nach einer gewissen Dauer stellt sich das Gefühl ein, dass das Betrachten von solchen Inhalten erstaunlich angenehm ist und ersetzt dadurch vielmals den Griff zu einem Tablet oder dem Notebook. Nimmt man kurze Zeit später ein Q10 oder auch ein Z30 zur Hand, fühlt man sich ein wenig eingeengt. Dieser Fakt überrascht, da die nominale Bildschirmdiagonale weiterhin kleiner als die des Z30 ist. Schlussendlich muss man also zu der Erkenntnis kommen, dass ein großer Bildschirm mit viel Platz in der Horizontalen wirklich gut ist. Nicht umsonst betont BlackBerry, dass man ein Buch am natürlichsten mit 66 Zeichen pro Zeile liest, das Passport kann 60 Zeichen pro Zeile anzeigen. Natürlich lassen sich mit dem Passport auch weiterhin Videos nicht wirklich optimal anschauen. Dennoch liefert das Gerät mehr Fläche zur Darstellung als ein Q10. Wer sich damit abgefunden hat, wird auch mit dem Passport keine Probleme haben.

Doch warum sehen Smarthpones heute eigentlich so aus, wie sie aussehen und warum kommen Hersteller auf die Idee, es noch länglicher statt breiter zu machen. Das liegt gewissermaßen an der Überlegung, das Smartphone möglichst gut in der Hand halten zu können. In einer Hand. Wie ihr euch schon denken könnt, klappt das mit dem Passport weniger gut. Hat man früher sein Q10 aus der Tasche gezogen um mal eben etwas nachzuschauen funktioniert das in diesem Fall nicht mehr so optimal. Das Passport lässt die Einhandbedienung durchaus zu, erschwert jedoch die Navigation durch einzelne Anwendungen. Das fällt besonders auf, wenn man das Gerät in der rechten Hand hält und dann den „Zurück“-Button auf der unteren linken Seite zu erreichen versucht. Um jedoch kurz zu peaken und zu überprüfen, welche Nachricht ihr erhalten habt, reicht es allemal.

Zu jedem Zeitpunkt haltet ihr das Gerät dabei sicher in der Hand. Die Gewichtsverteilung im Gerät ist sehr ausgewogen, sodass man auch mit einer Hand sehr sicher mit dem Passport unterwegs ist. Dabei hilft euch auch die Soft-Touch Rückseite mit den abgerundeten Seiten, die man in diesem Fall wohl nicht besser hätte designen können.
Bewegt ihr jetzt eure zweite Hand an das Passport, schaltet ihr direkt in den zweiten Gang. Man hat jetzt das Gefühl, absolut alles unter Kontrolle zu haben und möchte am liebsten sofort den gesamten Posteingang bearbeiten. Seid ihr das Q10 gewohnt startet mit einer  E-Mail werdet ihr feststellen, so schnell geht die Produkvitätsbeschleunigung dann doch nicht weiter. Die Tastatur hat nicht nur eine Reihe verloren, sie hat eine vollkommen andere Philosophie. Gab es vorher nur ein paar Wortvorschläge auf dem Display, haben es jetzt viele Elemente wie die Sonderzeichen auf die On-Screen-Tastatur geschafft. Umlaute gebt ihr weiterhin durch langes Drücken des jeweiligen Buchstaben und das Auswählen der veränderten Form des Vokals ebenfalls auf dem Display ein. Man kann daher bereits von einer hybriden Tastatur sprechen, da es am besten widerspiegelt, wie man mit dem Passport Inhalte verfasst. Das Fehlen der ALT-Taste macht sich sofort bemerkbar und lässt sich erst nach einer Weile austreiben. Hier hilft es BlackBerry untypisch die erste Woche beim Schreiben zunächst immer auf die Tastatur zu schauen, um sich an das andere Layout zu gewöhnen. Häufig merkt man auch, dass die Leertaste durchaus größer sein könnte, denn durch die allgemeine Breite des Passport und auch die der Tasten werden die Wege der Daumen länger und dennoch steht nur eine kleinere Leertaste als am Q10 zur Verfügung. Auch nach zwei Wochen können wir nicht abschließend beurteilen, ob die Tastatur das bessere Erlebnis gegenüber einem Q10 liefert. Vermutlich gewöhnt man sich an alles, ob man jedoch auch vollkommen problemlos „blind“ schreiben kann, muss sich noch herausstellen. Zu dieser Eigenart des Passport werden wir in den nächsten drei Wochen mit einem zusätzlichen Video online gehen, in dem wir die Frage klären, ob uns die Tastatur des Passport vollständig überzeugt hat.
Der Entfall der Tastenreihe ist jedoch nicht die einzige Besonderheit am Passport. Da sie kapazitiv ist und dadurch auf Berührungen reagieren kann, hat BlackBerry verschiedene Gesten bei der Texteingabe implementiert, die die Texteingabe trotz der dreireihigen Tastatur angenehm gestalten sollen.

Vergleich mit der Konkurrenz


Mit seinem ungewöhnlichem Format zieht das Passport viele Blicke auf sich. Es ist deutlich breiter als ein Q10, jedoch nur unwesentlich höher.Ein Z30 erreicht es von der Höhe her nicht. Dennoch erkennt man deutlich, wie viel mehr Platz man durch den quadratischen 4,5″ Bildschirm gewinnt, wenn man die verfügbare Fläche von BlackBerry 10 auf den jeweiligen Geräten vergleicht.






In einer Hosentasche findet auch das Passport dank seiner durchaus dünnen Bauform noch Platz. Beim Vergleich mit dem Q10 zeichnet es insgesamt weniger ab. Das was sich abzeichnet, ist natürlich eine weitaus größere Fläche, die auch nicht unentdeckt bleiben kann. Das Passport fühlt sich in der Sakko- oder Jackentasche am wohlsten. Zielgruppengerechte Aufbewahrung könnte man hier meinen.

BlackBerry-Passport-Groesse

Geschwindigkeit


Die Performance am Passport ist über jeden Zweifel erhaben. Sei es das Browsen auf vollen Desktop-Websites oder aufwändige 3D-Spiele, nichts bringt das Passport in Verlegenheit. Durch die großen Reserven des Qualcomm SoC lassen sich jetzt auch viele Andorid Apps die zuvor nicht wirklich komfortabel liefen (z.B. Spotify) wie eine echte native Anwendung bedienen. Der Antutu Benchmark (Android Anwendung) belegt, dass sich das Passport mit der Android Runtime nicht vor anderen Android-Smartphones bezüglich der Geschwindigkeit verstecken muss. So erreicht das Passport hier 35574 Punkte, wohingegen das Z30 mit 24219 Punkten (Android 4.2.2 Runtime) und das Q10 mit 17398 (Android 4.3 Runtime) deutlich abgeschlagen sind. Beachtet man hier, dass das Passport doppelt so viele Bildpunkte wie das Q10 rendert, erscheint das Ergebnis noch besser.

Die Leistung macht sich auch beim Multitasking bemerkbar. Großen Anteil daran hat jedoch auch das OS Update 10.3, bei dem viele Animationen deutlich schneller ausgeführt werden. Zu keinem Zeitpunkt hat man auch dank der 3GB Ram das Gefühl, dass man seitens der Hardware hier noch nachlegen müsste.

Bildschirm und Kamera


BlackBerry-Passport-Kamera

Mit 1440px x 1440px auf 4,5″ hat BlackBerry beim Passport ein extrem scharfes Display installiert. Es ist eine wirklich eine Freude, darauf Texte zu verfassen, im Internet zu browsen oder Bilder zu betrachten. Die maximale Helligkeit ist sehr hoch, dadurch lässt es sich auch im Freien und bei Gegenlicht gut ablesen. Wer seinen BlackBerry mit dem Night-Mode gerne als Nachttisch-Uhr und Wecker benutzt, sollte sich vielleicht nach einer gesonderten Uhr umsehen, sollte er das Passport sein Eigen nennen wollen. Die Schwarzwerte am Passport sind bezogen auf die subjektive Wahrnehmung nicht unbedingt das, was man sich erwarten könnte. Insgesamt scheint das Display im Night-Mode auch ein wenig zu hell zu sein, hier kann uns das sonst so tolle Display nicht ganz überzeugen.

Schwarzwertvergleich im „Night Mode“ zwischen BlackBerry 10 Smartphones. Tatsächliche Wahrnehmung kann abweichen.

Auf einem scharfen Bildschirm schaut man sich natürlich sehr gerne Fotos an. Ausgestattet mit einem optischen Bildstabilisator und einer 13 Megapixel Linse die Fotos mit einer Blende mit F2.0 aufnehmen kann sind alle Voraussetzungen gegeben, dass am Passport gute Fotos gelingen sollten. Die Kamera ist subjektiv deutlich besser als all das, was wir bisher in einem BlackBerry gesehen haben. Nahaufnahmen und Portraits werden schön wiedergegeben, bei Landschaftsbildern werden jedoch einige Details überzeichnet bzw. zu sehr nachgeschärft. Schaut man sich dagegen die Bilder vom Q10 an, weisen diese bei hoher Vergrößerung zwar weniger Details aus, wirken dennoch angenehmer, da sie nicht so stark scharf gezeichnet sind. Ab und an holen die Kamera Schwächen beim Autofokus in lichtschwachen Umgebungen ein, die die Bilder unbrauchbar erscheinen lassen. Man muss dann wieder und wieder fokussieren, um ein scharfes Bild zu erreichen. Da auch teilweise Nutzer anderer Geräte mit einer 10.3 Beta über dieses Problem klagen, gehen wir jedoch davon aus, dass es wie das starke Nachzeichnen durch ein Software-Update behoben wird.

Uns gefällt es dagegen sehr, dass die Farbtemperatur und die Ausleuchtung des LED-Blitzes verbessert wurde. Fotos mit Blitz sehen nun wesentlich natürlicher aus, als es z.B. beim Q10 der Fall war. Die Kamera kann dank BlackBerry 10.3 nun auch Panorama-Bilder aufnehmen, eine Funktion die wirklich gut arbeitet und einfach zu bedienen ist. Videos nimmt das Passport sogar in 1080p bei 60 Bilder pro Sekunde auf, so schnell wie noch kein anderes BlackBerry 10 Smartphone.

Passport-Kamera

 

Akkulaufzeit


Das Passport ist mit einem der größten Akkus ausgestattet, der aktuell in High-End Smartphones zu finden ist. Mit 3450mAh soll er dafür sorgen, dass ihr nach Angaben von BlackBerry 30 Stunden gemischter Nutzung noch immer online seid. Die Angabe der Laufzeit eines solchen Werkzeugs ist sehr von der jeweiligen Nutzung abhängig. Daher können wir euch nur einen Eindruck davon vermitteln, wie sich das Passport gegenüber seiner Konkurrenz aus dem eigenen Hause schlägt.

Mit seinem großem Akku bewegt es sich in jedem Fall oberhalb des ebenfalls mit 2880mAh sehr üppig ausgestattetem Z30. Beim Passport kommen dagegen einige Faktoren hinzu, die auf die Leistungsaufnahme drücken: Ein unter Vollast hoch getakteter Quad-Core SoC und ein großer LCD-Bildschirm. Auch wenn der SoC in einem modernen Herstellungsverfahren gefertigt ist und damit ermöglicht, ihn unter geringer Last sehr niedrig zu takten und mit wenig Spannung zu versorgen, so kann auch dies nicht darüber hinweg täuschen, dass ihr beim Spielen eines 3D-Games dennoch einen hohen Akkuverbrauch in Kauf nehmen müsst.

In der täglichen Benutzung ist es uns schwer gefallen, den Akku an einem Tag aufzubrauchen. Insgeheim hatten wir gehofft, mit dem Passport über zwei Arbeitstage zu kommen, dies konnte wir leider nicht erreichen. Da das jedoch einer einer Kapazität von nur ca. 1725mAh pro Tagen entsprechen würde, bleibt das wohl auch mit 3450mAh eine Wunschvorstellung. Ein Tag bei uns sieht in etwa so aus:

  • 6 Uhr: Passport vom Strom genommen, BBM Nachrichten, Browsing, Twitter, Facebook – WLAN
  • 1,5 Stunden Zugfahrt inkl. teilweisem Zellenwechsel – LTE, vorrangig EDGE
  • bis 17 Uhr normaler Arbeitstag, div. E-Mails, BBM und Twitter (eher moderat während der Arbeit, LTE)
  • 1,5 Stunden Zugfahrt inkl. teilweisem Zellenwechsel, mehrere Telefonate über die Strecke– LTE, vorrangig EDGE
  • bis 23 Uhr viel Browsing, BBM, WhatsApp, Facebook, Twitter – WLAN/LTE
  • Akkustand 23:30: 45%
  • Akku unter 10% am nächsten Tag 12 Uhr!
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Beispielhafter Akkuverbrauch mit dem BlackBerry Passport

Sollte ihr noch ein wenig Navigation in euren Tagesablauf integrieren, könnt ihr die Akkulaufzeit beliebig verkürzen. Alles ist hier von der tatsächlichen Nutzung abhängig. Auch wenn bei uns jeden Tag das Passport abends an das Ladegerät kommt, mit dem riesigen Akku hat man für beinahe jeden Anwendungsfall die Gewissheit, dass man es mit der Akkuladung bis zur Steckdose neben dem Bett schafft. Das ist ein beruhigendes Gefühl und lässt das Passport in dieser Kategorie überzeugen.

Die Ladezeit des Passport von vollkommen entleert bis zu 100% Ladezustand beträgt ca. 2,5 Stunden. Das mitgelieferte Netzteil leistet nominell 1300mAh und lädt real mit 1250mAh. Schneller geht die Ladung nur mit Netzteilen, die um die 2A spezifiziert sind. Das Gerät lädt dann mit bis zu 1500mAh.

Konnektivität


Das Passport unterstützt wie alle BlackBerry 10 Smartphones LTE, in der Kategorie 4 erreicht es so maximale Download-Raten von 150Mbit/s. Daneben finden auch alle weiteren Funktechniken wie Bluetooth 4.0, NFC sowie WLAN bis zum 802.11ac Standard Verwendung. Als Kabel-Schnittstelle dient euch wie im Hardware-Kapitel bereits angesprochen der Slim-Port, für den es verschiedenste Adapter gibt. Natürlich ist auch wieder die Möglichkeit onboard, die Internetverbindung über einen mobilen Hotspot mit anderen WLAN-Geräten zu teilen. Größere Dateien kann das Passport unmittelbar mit WiFi Direct austauschen.

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Sprachqualität


Bei der Sprachqualität hat sich BlackBerry verstärkt auf die Verbesserung der Ohrhörereigenschaften fokussiert, die weit über das Filtern von Umgebungsgeräuschen hinaus gehen. Im Ohrhörer ist ein Mikrofon integriert, welches dazu dient, die Geräusche bzw. Sprache die euer Ohr hört so auszuwerten, dass dynamisch die Lautstärke und einzelne Frequenzen angepasst werden. Dazu soll zu jedem Zeitpunkt eine optimale Lautstärke erreicht werden, in leisen Umgebungen wird die Lautstärke reduziert (da eine hohe Lautstärke nicht erforderlich ist), in lauteren Umgebungen erhöht. In der Praxis funktioniert das vollkommen unbemerkt und sehr überzeugend. Zu jedem Zeitpunkt kann man seinen Gesprächspartner einwandfrei verstehen, solange seine Verbindungsqualität dies ermöglicht. Vom Gegenüber wird uns ebenfalls von einer klaren Stimme berichtet. Zur Höchstform läuft diese Kombination auf, sobald im Display das „HD“ Symbol erscheint, der Provider verwendet dann einen deutlichen besseren Codec für die Sprachübertragung.

Sicherlich sieht und fühlt es sich ein wenig ungewohnt an, mit dem Passport zu telefonieren. Das Gewicht von über 190g zwingt den Nutzer auch dazu, bei längeren Gesprächen durchaus die Seite des Ohrs zu wechseln. Dank der abgerundeten Seiten und der Soft-Touch Rückseite hält man das Passport dabei jederzeit sicher in der Hand.

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Die beiden unteren Stereo-Lautsprecher erreichen eine vertretbare Maximallautstärke. Sie sind eher höhenlastig ausgelegt, fürs Musikhören fehlt es ihnen etwas an Volumen und Bass. Das Z30 kann hier erwartungsgemäß ein deutlich besseres Ergebnis abliefern. Dennoch scheint der Sound klarer als beim Q10 zu sein, sodass es sich bestens für Freisprechtelefonie eignet.

BlackBerry 10.3


Das Video und auch die im Folgenden beschriebenen Funktionen sind nur ein Bruchteil der Neuerungen in BlackBerry 10.3. Wir sind dabei dazu ein gesondertes Video vorzubereiten und euch daran sämtliche neuen Funktionen zu erleutern.

//www.youtube.com/watch?v=UkC4jdqNdrc

[auf Youtube anzeigen]

Die neue Design-Sprache in 10.3


Mit dem OS-Update hat BlackBerry eine Vielzahl von Veränderungen im Betriebssystem eingeführt. Beim ersten Start ist sofort die angepasste Darstellung der Icons, Schriften und Farbakzente sichtbar. Man geht mit der Zeit und verwendet nun flache Icons im gesamten Betriebssystem. In Ordnern lassen sich nun auch mehr Apps einfügen, als auf einer Bildschirmansicht möglich ist. Mit BlackBerry 10.3 wird durch den Entfall der Rahmen um die Icons auch die Anzahl der maximal darstellbaren Apps erhöht. So finden sich jetzt in jeder Zeile fünf App-Symbole, dass Passport reiht vier von diesen untereinander sodass ihr gleichzeitig den Blick auf 20 Icons habt.

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App-Übersicht mit „flat-icons“ auf dem Passport mit BlackBerry 10.3

Auch bei den Active Frames gab es mit BlackBerry 10.3 eine Überarbeitung. Auf dem Passport lassen sich weiterhin maximal acht Anwendungen öffnen, ab der 7. Anwendung werden dann im unteren rechten Bereich die Voransichten für die Active Frames verkleinert. Neu ist, dass sich die zuletzt verwendete Applikation nicht in der oberen linken Ecke positioniert, sondern an den Platz rückt, an dem noch ein freier Slot zum Öffnen war. In der Konsequenz bedeutet dies, dass die Anwendungen für ihre Laufzeiten und darüber hinaus feste Plätze besitzen. Ihr könnt sie so auch immer offen halten, nach einem Neustart wird euch dann ein Platzhalter für diese App angezeigt. Natürlich könnt ihr durch ein langes Halten auf dem Active Frame den Platz neu bestimmen, an welchem sich die App befinden soll. Auf dem Passport nutzt man diese Funktionen deutlich eher als an anderen Geräten, da durch das vertikale Scrollen der Active F
rames schnell die Übersichtlichkeit verloren ging.

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Active Frames auf dem BlackBerry Passport

Die Weiterentwicklung des BlackBerry HUB


10.3 wartet auch mit teilweise überdachten Konzepten auf. Ein Beispiel dafür ist die sog. „Signature Action“. Dabei handelt es sich um eine Aktion, die vom Benutzer im jeweiligen Kontext besonders häufig verwendet wird. Im BlackBerry HUB ist das z.B. die Aktion „Neue E-Mail“. Entwickler können innerhalb ihrer Anwendungen die Aktion selbst definieren und so die wichtigste Aktion hervorheben. Weiterhin neu im BlackBerry HUB sind die zwei Aktionen unter dem Titel „Instant Actions“. Diese können aus einer Auswahl von vier Aktion frei definiert werden. Angezeigt werden diese z.B. nach dem Verlassen einer E-Mail neben dem jeweiligen Element. Im Standard ist hier die Aktion „Löschen“, sowie „Ablegen“ für E-Mails definiert.

Signature Action

Signature Action

Android Player und Amazon App Store


Mit BlackBerry 10.3 wird die Android-Runtime auf die Version 4.3 angehoben. Das bedeutet, dass in Zukunft noch mehr Android-Anwendungen ausgeführt werden können. Zudem ist der Amazon AppStore bereits auf dem Gerät vorinstalliert. Ihr könnt euch dort mit eurem Amazon Account anmelden und eine Vielzahl von Anwendungen beziehen. BlackBerry grenzt die Verfügbarkeit der Anwendungen dabei klar ab. Während die BlackBerry World weiterhin bestehen bleibt, soll diese den Fokus auf Business-Anwendungen legen. Der Amazon Appstore bietet dagegen eine Masse an Consumer-Anwendungen und erweitert das App-Angebot für BlackBerry 10 ungemein. Nicht zuletzt durch die erhöhte Leistung laufen Android-Anwendungen auf dem BlackBerry Passport noch besser als auf den Vorängermodellen. Apps die wir getestet haben wie z.B. Spotify oder Sonos liefen ohne Probleme und sehr flüssig. Toll ist auch die Integration in das Share-Menü von BlackBerry 10. Möchtet ihr zum Beispiel etwas mit jemandem im BBM teilen, z.B. welcher Track gerade bei euch abgespielt wird und drückt ihr den Teilen-Button in der Sonos-App, öffnet sich das bekannte Share-Menü von BlackBerry 10. Neben der extrem hohen Geschwindigkeit lässt diese Implementierung keine native Anwendung vermissen.

Dennoch kann es nicht darüber hinweg täuschen, dass nur die Anwendungen, die auch für nicht Kindle-Geräte vom Entwickler freigegeben wurden im Amazon App Store verfügbar sind. Zudem gibt es keine Unterscheidung, ob die Apps nun tatsächlich gut dargestellt werden oder nicht. Je nachdem wie der Entwickler seine Hausaufgaben gemacht hat, werdet ihr die ein oder andere App nicht einmal richtig bis zum Startbildschirm bekommen. Um diesen Problemen entgegen zuwirken, gibt es am BlackBerry Passport eine neue Option im Android-Player. Auf der rechten Seite im Menü zum Verstecken der Android Leiste am unteren Bildschirmrand kann nun die Anwendung zusätzlich vergrößert bzw. verkleinert werden. Das macht sich am Passport besonders gut bei Anwendungen mit einer Vielzahl an horizontal angeordneten Bedienelementen. Verkleinert man mit Hilfe der neuen Option nun die Anwendung in der Darstellung können meist alle Elemente dargestellt werden.

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Erweiterte Interaktionen


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Erweiterte Interaktionen in BlackBerry 10.3

Neu unter BlackBerry 10.3 ist ein Menüeintrag in den Einstellungen genannt „Erweiterte Interaktion“. Für diese Erweiterungen werden die Sensoren eures Gerätes verwendet um verschiedene Aktionen durchzuführen. Es kann z.B. eingestellt werden, dass eingehende Anrufe oder Benachrichtigungen Stumm geschaltet werden können, indem das Gerät umgedreht wird, also mit dem Display nach unten. Am spannendsten ist wohl die Option „Zum Aktivieren anheben“. Ist euer Gerät nicht gesperrt, könnt ihr es nach einer Benachrichtigung anheben, wobei sich sofort das Display aktiviert.

Tastatur


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Zahlen und Sonderzeichen mit der onscreen-Tastatur des BlackBerry Passport in 10.3

Die BlackBerry Passport Tastatur bietet neben der geänderten Anordnung der Tasten (siehe oben) eine weitere Besonderheit. Die gesamte Tastatur ist berührungsempfindlich und kann so als Trackpad verwendet werden. Das macht sich z.B. besonders gut beim Scrollen durch Webseiten. Hält man das Gerät zusätzlich noch quer lässt sich die gesamte Breite der Tastatur zum Scrollen verwenden. Schaut man genau hin, so wird dem Kenner eine weitere Besonderheit auffallen. Auf der Tastatur selbst sind keine Sonderzeichen abgebildet und auch die ALT- und Shift-Tasten sind weggefallen.
Zur Eingabe von Sonderzeichen und Zahlen wird über der Tastatur auf dem Display eine zusätzliche Leiste eingeblendet. Dort findet sich z.B. die Shift-Taste wieder, sowie einige Sonderzeichen. Möchte man Zahlen oder weitere Zeichen eingeben genügt es, auf der Tastatur von oben nach unten zu wischen, um eine erweiterte Auswahl anzuzeigen. Umlaute und Großbuchstaben lassen sich weiterhin wie gewohnt über längeres Drücken des jeweiligen Buchstabens eingeben. Auch die Geste zum Löschen von Wörtern, die es bereits in der virtuellen Variante auf dem Z10 und Z30 gibt, lässt sich auf der Tastatur des BlackBerry Passport verwenden. Tippt man doppelt auf die Tastatur, wird das Werkzeug zum Auswählen von Text eingeblendet. So kann man den Cursor auch einfach an die gewünschte Stelle im Text verschieben. Während der Eingabe von Wörtern werden auf der virtuellen Leiste Wörter vorgeschlagen. Wischt man im Bereich unterhalb dieser Wörter auf der Tastatur nach oben, so werden diese automatisch in den Text eingefügt. Alternativ können diese aber auch einfach angetippt werden.

BlackBerry Blend


BlackBerry Blend bietet euch ab sofort die Möglichkeit die Inhalte eures BlackBerry auch auf einem PC, Mac, iPad oder Android Tablet zu verwenden. Dazu wird eine Anwendung installiert und euer Gerät mit Hilfe der BlackBerry ID mit dem BlackBerry verbunden.

BlackBerry Blend Dashboard

BlackBerry Blend Dashboard

Die Verbindung kann dabei entweder über USB, WiFi oder auch über das Mobilfunknetz erfolgen. Das bedeutet, dass ihr theoretisch auch euer BlackBerry Gerät zu Hause liegen lassen und von eurem PC den BBM verwenden könnt. Neben dem BBM können per BlackBerry Blend auch andere Funktionen des Gerätes verwendet werden. Blend bietet euch ein Dashboard mit einer vollständigen Übersicht aktueller Termine, Kontakte oder E-Mails.
Dadurch lässt sich nun auch der BlackBerry HUB direkt auf dem Tablet oder PC verwenden. Im Grunde ist BlackBerry Blend die logische Weiterentwicklung von der BlackBerry Bridge. Das Besondere an BlackBerry Blend ist, dass keine Daten auf dem jeweiligen Gerät gespeichert werden, sondern alle Daten vollständig auf eurem BlackBerry verbleiben. Außerdem können Daten wie z.B. eine Präsentation oder Dokumente auch auf euer Gerät übertragen werden. Auch Daten vom Gerät können heruntergeladen werden. In den kommenden Wochen werden wir euch BlackBerry Blend noch ausführlich in einem Video vorstellen.

BlackBerry Assistant


Mit dem BlackBerry Assistant ist es nun deutlich offener und natürlicher möglich, euch mittels Sprache oder Texteingabe durch den BlackBerry unterstützen zu lassen. Er ersetzt die globale Suche auf dem Gerät, die in dieser App aufgeht. Sie lässt sich über ein Icon, die mittlere Medientaste oder per Adressbucheintrag aufrufen. Eine Vielzahl von Apps auf dem Gerät sind für die Verwendung von BlackBerry Assistant vorbereitet und interagieren damit. So lassen sich die letzten E-Mails vorlesen und beantworten oder Kalendereinträge direkt per Sprachkommando bearbeiten. Nachdem man ein Kommando abgegeben hat, benötigt der Assistant etwas Zeit, um die Daten zu verarbeiten. Die Erkennung des Gesprochenen funktioniert gut.

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Startseite des BlackBerry Assistant in BlackBerry 10.3

 

Preis und Verfügbarkeit

Das BlackBerry Passport ist zunächst in der Farbe Schwarz vorgestellt worden. Dabei ist es zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 649€ z.B. bei Amazon.de oder Cyberport.de erhältlich. Ein wenig günstiger kommt ihr bei Media-Markt oder Saturn weg, hier beträgt der Preis nur 599€, jedoch ist das Gerät aktuell nicht lieferbar. Haltet ihr das Paket mit dem Passport in euren Händen, werdet ihr neben dem Passport und einem Ladegerät samt USB-Kabel ein Headset finden. In Farbe Weiß wird das Passport erst gegen Mitte November verfügbar sein. Auch Vodafone bietet das Passport seit dieser Woche an. Zur Verfügbarkeit bei anderen Anbietern haben wir bisher keine offiziellen Rückmeldungen erhalten. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Reviews ist das Passport bei Amazon schon ausverkauft.

Fazit (TL;DR)

Das Passport ist die konsequente Weiterentwicklung der BlackBerry Philosophie wahre Power-Tools zu erschaffen, mit denen man wirklich produktiv sein kann. Der Formfaktor mag ungewöhnlich sein, nach kurzer Zeit kann man es sich jedoch nicht mehr aus dem Alltag wegdenken. Der große scharfe Bildschirm bietet ausreichend Platz, um unaufgeregt und zielstrebig Entscheidungen treffen zu können ohne erneut das Notebook aufklappen zu müssen. Die Tastatur verschmelzt die Welt der Hardware- mit der On-Screen-Tastatur. Nach einer Eingewöhnungsphase schreibt man dann auf dem Passport im Vergleich zum Q10 ebenfalls sehr zügig. Dennoch mussten einige Tasten auf den Bildschirm weichen – und das könnte nicht jedem gefallen. Wer seit Jahren mit der BlackBerry QWERTZ-Tastatur vertraut ist, wird sich umstellen müssen. Unser Test hat gezeigt das dies möglich ist, ob die Tastatur jedoch das bessere Endprodukt gegenüber dem Q10 ist, wollen wir klären, sobald wir noch mehr Erfahrungen mit dem Passport sammeln konnten. Der Akku unterstreicht mit seiner riesigen Kapazität und den resultierenden Laufzeiten den Anspruch BlackBerrys Best-in-Class zu sein. Dass dabei das Display auch (helle) Schattenseiten hat und der Kamera mit der aktuellen Software noch der ein oder andere Ausrutscher passiert schmälert den Gesamteindruck nur wenig.

Dazu trägt auch die neueste Betriebssystemversion BlackBerry 10.3 bei. Mit zahllosen kleinen Verbesserung hat es sich zu einer herausragenden Plattform entwickelt. In Verbindung mit der hohen Gesamtperformance der Passport-Hardware und der schnellen Android Runtime lassen sich nun auch äußerst flüssig all die Apps bedienen, für die man zuvor auf eine native Implementierung gewartet hat. Mit der Vorinstallation des Amazon App Stores muss sich BlackBerry nun wirklich nicht mehr den Kritikpunkt der zu wenig verfügbaren Apps gefallen lassen. 10.3 blüht besonders im Multitasking und dem BlackBerry HUB auf, in Verbindung mit dem Passport macht die Bedienung des Smartphones tatsächlich Freude. Andere Smartphones sollen diese genauso liefern, nur wird der Umsteiger zum Passport schnell merken, dass die angebliche Freude nur indoktriniert war. BlackBerry Blend gefällt uns als neue Funktion unter 10.3 besonders und glücklicherweise werden auch bisherige Geräte bald mit dieser Funktion ausgestattet.

Wie immer freuen wir uns auf eure Fragen zum Gerät.

 

Testbilder















Testvideo

//www.youtube.com/watch?v=yDHyIM3B2No

[auf YouTube anzeigen]

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https://berryme.de/blackberry-passport-review-testbericht/feed 32
Porsche Design BlackBerry P’9982 Testbericht / Review https://berryme.de/porsche-design-blackberry-p9982-testbericht-review https://berryme.de/porsche-design-blackberry-p9982-testbericht-review#comments Tue, 28 Jan 2014 08:18:31 +0000 http://berryme.de/?p=7216 Vor knapp zwei Jahren durften wir das erste Porsche Design BlackBerry für euch unter die Lupe nehmen. Wir schreiben nun das Jahr 2014 und ein weiteres BlackBerry Gerät ist in Zusammenarbeit mit Porsche Design entstanden. Handelte es sich beim P’9981 noch um ein Gerät mit physischer Tastatur, setzt man nun beim P’9982 auf eine komplette [&hellip]]>

Vor knapp zwei Jahren durften wir das erste Porsche Design BlackBerry für euch unter die Lupe nehmen. Wir schreiben nun das Jahr 2014 und ein weiteres BlackBerry Gerät ist in Zusammenarbeit mit Porsche Design entstanden. Handelte es sich beim P’9981 noch um ein Gerät mit physischer Tastatur, setzt man nun beim P’9982 auf eine komplette Touch-Oberfläche. Das P’9982 ist in Wahrheit ein alter Bekannter: Im Inneren finden wir im Grunde die Hardware des BlackBerry Z10 mit einem internen Speicher von 64 GB. Von außen betrachtet gleichen sich die beiden Geräte dagegen nur noch durch den BlackBerry Schriftzug am unteren Ende des Bildschirms. Bei diesem Gerät steht jedoch nicht das OS, das Display, die Kamera, der Akku oder die Apps im Vordergrund. Es geht vielmehr darum zu zeigen was man hat, getreu dem Motto: „Mein Haus, mein Auto, mein Boot [, mein Smartphone]“. Wie schon beim Vorgänger muss das Gerät auf Grund dieser Extravaganz auch 5 Sterne in der Gesamtwertung erhalten.

Das P’9982 im Video

//www.youtube.com/watch?v=4N7KOmrShUA

[YouTube Link]

Technische Daten

Wie Eingangs erwähnt stehen die technischen Daten bei diesem Gerät eher im Hintergrund und wir ersparen uns an dieser Stelle eine Tabelle mit wirren Details. Diese entsprechen bis auf eine Ausnahme denen des Z10. Eine Besonderheit soll allerdings genannt sein. Das P’9982 verfügt über einen massiv größeren, internen Speicher. Ganze 64GB wurde dem Gerät spendiert. Wird der Gerätespeicher durch zu viele Apps an eurem Z10 also langsam eng, solltet ihr vielleicht über eine Alternative nachdenken…

Verarbeitung und Design

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Was bekommt man für 1650€ denn eigentlich nun noch neben 64GB internem Speicher? Kurz gesagt, ein auffälliges Smartphone. Der satinierte Edelstahlrahmen und die leicht abgeschrägten, unteren Kanten des Rahmens machen das P’9982 auf jeden Fall zu einem Hingucker. Dazu kommt dann noch der massive PORSCHE DESIGN Schriftzug an der Oberkante des Bildschirms, er lässt damit endgültig keinen Zweifel mehr. Dieses Gerät ist nicht für 600€ zu haben. Auch auf der Rückseite geht es weiter mit hochwertigen Materialien. Die Akkuabdeckung ist laut Porsche Design mit italienischem Leder von Hand bezogen. Neben der Kamera verrät der Modellschriftzug noch einmal mit wem man es hier zu tun hat. An den Kanten des Gerätes ist auf beiden Seiten im unteren Bereich ein kleines Porsche Design Logo eingearbeitet, welches sich ebenfalls auf den Kopfhörern wiederfindet. In jedem Fall ist das Gerät mit viel Sorgfalt äußerst gut verarbeitet und bietet ein hochwertiges Gefühl in der Hand. Es existiert vom P’9982 zusätzlich noch eine limitierte Auflage, bei der die Rückseite mit echtem Krokodilleder bezogen ist. Der Preis für diese Variante ist uns leider nicht bekannt.

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Neben dem eigenen Design von außen gibt es auch im Betriebssystem einige Anpassungen. Die Icons besitzen am Porsche Design ein eckiges Finish und wirken etwas massiver auf dem Bildschirm. Bereits vor dem vollständigen Start des Gerätes rundet eine Porsche Design Animation das Bild ab. Die Systemeigenen Uhr-App wurde am P’9982 mit einem neuen Skin versehen und passt sich somit perfekt an das Aussehen des Gerätes an. Mit einem Trick lässt sich dieser Skin übrigens auch am Z10 nutzen.

Fazit

Wir machen es kurz und schmerzlos. Wer das P’9982 kaufen will, der weiß auch ohne unseren Test, dass er es haben muss. Mit den typischen Qualitäten eines BlackBerry 10 Smartphones ausgestattet, avanciert das P’9982 mit extravagantem Design und hochwertigen Materialen zur ersten Wahl für alle die, die sich abgrenzen oder auffallen wollen. Kaufen könnt ihr das Gerät in ausgewählten Porsche Design Stores oder im Online Shop.

Für die eher rationalen Typen unter euch können wir zusammenfassend noch ergänzen, dass es jetzt ein umgelabeltes Z10 mit 64GB internem Speicher für 1650€ gibt. Unten haben wir für euch noch ein paar Detailbilder hochgeladen und ein Vergleichsbild mit dem Z10. Für Fragen und großzügige Spenden in Form von 2x P’9982 sind wir wie immer offen :).

Bilder













]]> https://berryme.de/porsche-design-blackberry-p9982-testbericht-review/feed 2 BlackBerry Z30 Testbericht https://berryme.de/blackberry-z30-testbericht-review https://berryme.de/blackberry-z30-testbericht-review#comments Thu, 10 Oct 2013 05:30:03 +0000 http://berryme.de/?p=6813 BlackBerry Z30Für BlackBerry ist es aktuell mindestens genauso stürmisch, wie es der Name des ersten fulltouch-Gerätes des Hauses verlauten ließ*. 5 Jahre später sind wir nun auch 5 Betriebssystemversionen weiter voran gekommen. Das BlackBerry Z30 bildet vorerst die letzte Ausbaustufe des BlackBerry 10-Geräte Lineups für dieses Jahr. Es muss zeigen, dass BlackBerry auch beim Privatkunden gut [&hellip]]> BlackBerry Z30

Für BlackBerry ist es aktuell mindestens genauso stürmisch, wie es der Name des ersten fulltouch-Gerätes des Hauses verlauten ließ*. 5 Jahre später sind wir nun auch 5 Betriebssystemversionen weiter voran gekommen. Das BlackBerry Z30 bildet vorerst die letzte Ausbaustufe des BlackBerry 10-Geräte Lineups für dieses Jahr. Es muss zeigen, dass BlackBerry auch beim Privatkunden gut ankommen kann und will dabei auf den Zug der handfüllenden Smartphones aufspringen. Dazu steckt im Z30 gegenüber dem Z10 auch einiges an neuer Technik. BlackBerry hat an entscheidenden Stellen nachgelegt, ob es damit zu einer uneingeschränkten Empfehlung reicht, soll nun unser Test klären. Für die faulen Leser haben wir wie gewohnt ein Video gedreht, in dem wir euch das Z30 genau vorstellen. Noch mehr Details und weitere Videos gibt es außerdem hier in diesem Beitrag.

//www.youtube.com/watch?v=9LmTr9HbIUU

[auf Youtube ansehen]

*BlackBerry Storm – godfather of BlackBerry fulltouch devices

 BlackBerry Z30 im Detail

BlackBerry Z30 - Rechte Seite

BlackBerry Z30 – Rechte Seite

Gegenüber Q10 und Z10 wurde das BlackBerry Z30 hardwareseitig noch einmal ordentlich verbessert. Herzstück ist nun ein aktueller Qualcomm Snapdragon S4 Pro Dual-Core Prozessor, der mit 1,7Ghz getaktet ist und von einer Adreno 320 GPU unterstützt wird. Das größte Unterscheidungsmerkmal stellt jedoch das 5″ SuperAMOLED-Display dar, das mit 1280px * 720px auflöst und damit 295ppi darstellt. Mit einem größeren Display geht natürlich auch ein größeres Gehäuse einher, das Z30 hat gegenüber dem Z10 ordentlich zugelegt. So ist es über einen Zentimeter höher, 7 mm breiter und ca. einen halben Millimeter dicker als das Z10. Deutlich auffälliger ist jedoch die Tatsache, dass das Gerät mit 170g knapp ein Viertel schwerer als das Z10 ist. Im Vergleich bringt ein Galaxy S4 knapp 130g auf die Waage, das hohe Gewicht ist auch ein Tribut an den extrem großen Akku mit einer Kapazität von 2880mAh. Im Z30 finden sich weiterhin 16GB Speicherplatz onboard  für Anwendungen und Medien, der Arbeitsspeicher umfasst 2GB. Der Speicherplatz für Medien kann mit einer MircoSD(XC)-Karte erweitert werden. Ein Update gab es auch bei der Kamera, hier wurde der Bildaufnahmesensor vergrößert, es sollten nun noch bessere Fotos möglich sein. Die Auflösungen sowohl bei der Foto- als  auch bei der Videoaufnahme sind jedoch gleich geblieben, 8MP mit 1080p Videorecording werden uns hierbei angeboten. Die Frontkamera ist ebenso mit gleicher Ausstattung unterwegs und nimmt Fotos mit 2MP und Videos in 720p auf. Beim Z30 ist wie bei allen BlackBerry 10 Smartphones auch die Unterstützung für LTE vorhanden. Einen großen Unterschied zum Z10 gibt es beim Akku. Zwar kann man noch den Akkudeckel entfernen und dort Einschübe für microSD und microSIM entdecken, jedoch lässt sich der Akku nicht mehr entfernen. Dafür ist dieser nun mit 2880mAh über ein Drittel größer als der des Z10 und sollte damit für sehr gute Laufzeiten sorgen. Die Anschlüsse und Tasten des Z30 entsprechen dem, was wir vom Z10 gewohnt sind: Auf der linken Seite finden wir einen microHDMI und microUSB Port, auf der Oberseite eine 3,5mm Headset-Klinke. Daneben ist mittig der Standby-Button angebracht. Im Lieferumfang findet ihr den gewohnten Stromstecker samt USB-Kabel und ein etwas höherwertiges Headset.

 

Z30 Z10
Display 5″, 720 x 1280 Pixel (295 ppi), S-Stripe SuperAMOLED 4,2″, 768 x 1280 Pixel (356 ppi)
CPU / GPU Qualcomm MSM8960AB SoC, Dual-Core 1,7 GHz /Adreno 320 Qualcomm MSM8960 SoC, Dual-Core 1,5 GHz /Adreno 225
RAM 2 GB 2 GB
Speicher 16 GB eMMC, erweiterbar via microSD (SDHC / SDXC) 16 GB eMMC, erweiterbar via microSD (SDHC / SDXC)
Mobilfunk-standards GSM (GPRS, EDGE), UMTS (HSDPA, HSUPA, HSPA+), LTE (Quadband in Deutschland) GSM (GPRS, EDGE), UMTS (HSDPA, HSUPA, HSPA+), LTE (Quadband in Deutschland)
Kameras Rückkamera 8 Megapixel, BSI, LED-Blitz, Frontkamera: 2 Megapixel Rückkamera 8 Megapixel, BSI, LED-Blitz, Frontkamera: 2 Megapixel
Akku 2880 mAh (nicht austauschbar) 1800 mAh (austauschbar)
Abmessungen ca. 140,7mm x 72mm x 9,4mm 130mm x 65,6mm x 9mm
Gewicht ca. 170g 135g

 

Handhabung

Mit einem Bildschirm von 5″ ist das BlackBerry Z30 deutlich größer als das BlackBerry Z10 oder Q10. Nimmt man das Gerät zum ersten Mal in die Hand, wird die enorme Größe sofort deutlich. In einigen Anwendungen und auch im Einstellungsmenü unter BlackBerry 10 wird eine Swipe-Geste verwendet, die von der Oberkante des Displays nach unten zeigt. Ist man nun „leider“ mit keiner großen Hand ausgestattet und kann diese Geste nicht mit dem Daumen ausführen, muss man zwangsläufig umgreifen oder die zweite Hand zur Hilfe nehmen. In der Konsequenz sorgt dieser Umstand allerdings dafür, dass man das Z30 etwas anders, nämlich ein wenig weiter oben als das Z10 anfässt. So kann man auch mit mittelgroßen Händen ohne zu verkrampfen das Z30 mit all seinen Vorzügen bedienen. In diesem Zusammenhang ist uns aufgefallen, dass das Z30 auf die Peek-Geste (also die Swipe-Geste von unten) auch noch innerhalb des Bildschirms reagiert. Dies bestätigt, dass man das Gerät einfach ein wenig höher in der Hand halten kann.

Neben der Größe wird euch bei einer ersten in Augenscheinnahme direkt das Gewicht des Z30 auffallen. Es ist spürbar schwerer als Z10 und Q10, die sich beide um bei ca. 140g bewegen. Mit 170g ist es auch schwerer als viele Konkurrenzprodukte, allem Anschein nach ist dies ein Tribut an die sehr solide Bauweise und den enorm großen Akku.

Hat man sich auf Größe und Gewicht eingestimmt, bekommt man es mit einer sehr guten Verarbeitungsqualität zu tun. Auch wenn das Gehäuse erneut vollständig aus Kunststoff besteht, fühlt sich das ganze Gerät sehr wertig an. Dies beginnt auf der Vorderseite, dort ist das Displayglas an der linken, rechten und oberen Seite bis an den Rand des Gehäuses geführt. Dazu ist es auch noch leicht abgerundet, sodass es sich bei der Bedienung sehr angenehm anfühlt. Die untere silberfarbende Kante ist ebenfalls aus Kunststoff, fühlt sich aber dennoch nicht minderwertig an. Wendet man das Gerät auf die Rückseite, so erkennt man die Struktur, die auch beim Q10 Einzug erhalten hat. Das Carbon-artige Muster (Glass-Weave) ist ein nur bei BlackBerry zu findendes Material. Es ist leicht gummiert, sodass das Z30 euch auch dann nicht aus der Hand rutscht, solltet ihr einmal leicht angerempelt werden und dabei das Z30 in der Hand halten. Nimmt man nach einer Weile wieder das Z10 in Hand die Hand, denkt man zum Einen, was das für ein Fliegengewicht ist, andererseits merkt man aber sofort, dass sich der beim Z10 verwendete Kunststoff deutlich minderwertiger anfühlt. Am Z30 ist an vielen Stellen alles genauso gemacht worden, wie man es wohl schon am Z10 hätte tun sollen. Insofern fühlen wir uns hier ein wenig an einen Sketch aus dem Onion-movie erinnert.

 

Hardware-Verbesserungen am Z30

Qualcomm SoC, Antenne und Akku

BlackBerry verbaut am Z30 einen gänzlich neuen Qualcomm SoC, also einen Chipsatz, der fast alle zentralen Komponenten wie Modem, CPU und GPU beherrbergt. Die Dual-Core CPU taktet  mit 1,7 Ghz  200 MHz schneller als das vergleichbare Modell im Z10. Der CPU wird die Quad-Core GPU Adreno 320 zur Seite gestellt, womit sich das Potential der Grafikleistungen deutlich steigert. Dass der SoC nicht nur auf dem Papier deutlich schneller ist, zeigt auch ein Blick auf verschiedene Benchmarks. Wir konnten in jedem Benchmark einen Unterschied zum Z10 ausmachen. Insbesondere die grafiklastigen Benchmarks wie z.B. der Antutu Benchmark (als Android-Anwendung ausgeführt) erzielten auf dem Z30 bei gleicher Android-Runtime einen fast doppelt so hohen Score. Bitte beachtet, dass die Werte des Antutu-Benchmarks nicht mit „echten“ Android-Geräten vergleichbar sind, schließlich wird auf BlackBerry 10 immer noch eine virtuelle Maschine von Android ausgeführt. Gerade deshalb bescheinigen diese Werte dem Z30 aber eine enorm performante Android-Implementation, die auch spürbar schneller als die des Z10 erscheint.

Antutu Benchmark Z10

Antutu Benchmark Z10

Antutu Benchmark Z30

Antutu Benchmark Z30

Aber auch andere Benchmarks wie Geekbench oder Sunspider zeigen Vorteile für das Z30. Diese fallen zwar verhältnismäßig geringer aus, sind dennoch nicht zu verachten. Um den theoretischen Vorteil für das Z30 auch praktisch belegen zu können, haben wir für euch ein Video zusammengestellt, in dem wir an Hand des Browsers die Geschwindigkeitsvorteile für das Z30 belegen. Sie stehen für das Gefühl, das man bei der Benutzung des Z30 hat: Alles fühlt sich wunderbar schnell und reibungslos an.

Benchmark Z10 Z30 Differenz
Antutu 8389 15677 86,9%
Geekbench 1810 2381 31,5%
Sunspider 0.9.1 1332,3ms 1165,5ms 14,3%

 

//www.youtube.com/watch?v=8Zd-7I4vCXo

[auf Youtube ansehen]

Vergleich der Empfangsstärke Z10 und Z30

Vergleich der Empfangsstärke Z10 und Z30

Die Verbesserungen der Hardware haben jedoch nicht am SoC halt gemacht. So verwendet das Z30 als erstes Smartphone von BlackBerry die Paratek-Antennen Technologie, die den Empfang in schlecht versorgten Gebieten verbessern und damit auch die Sprachqualität und den Datendurchsatz erhöhen soll. BlackBerry hat mit dem Kauf von Paratek im Jahr 2012 auch dessen Technologie erworben, die nun in das Z30 Einzug gehalten hat. Das Besondere dabei sind die Veränderungen der Hardware. Dabei wird ein technisch tiefgreifendes, eigenes Vorgehen zur Einstellung der Antennen im Telefon verwendet. Damit sollen auch die sogenannten dead grips vermieden werden, die bei einem „falschen“ Halten des Telefons zu Signalverlust führen. In der Praxis wird man davon wenig merken, denn genau das ist der Sinn der neuen Paratek-Technologie. Man soll eben nichts davon mitbekommen und immer besten Empfang haben. Schauen wir auf die Empfangsfeldstärke, kann man beim Z30 jedoch bereits jetzt messbar bessere Werte feststellen.

Erneut hat sich BlackBerry auch an eine Veränderung des Akkus gewagt. Er ist zum ersten Mal bei einem High-End Modell nicht wechselbar, dafür mit ganzen 2880 mAh auch mitverantwortlich für die Schwere des Geräts. Der Vorteil des wechselbaren Akkus in BlackBerry Geräten entfällt am Z30. Kein wechselbarer Akku wirkt für die meisten damit als eines der Ausschlusskriterien für den Kauf des Telefons. Wir sagen dazu nur: Vergesst diesen Gedanken, dass Z30 begleitet euch fast überall hin. BlackBerry selbst gibt 25 Stunden Laufzeit im gemischten Betrieb an. Löblich ist, dass ein Hersteller endlich mal keine astronomischen Stand-By-Werte oder Sprechzeiten angibt und stattdessen realistische Laufzeitangaben macht. So gehört in diese gemischte Nutzungsdauer natürlich auch Telefonieren und im Internet browsen. Dank eines stromsparenden Displays kann das Z30 insgesamt mit hervorragenden Laufzeiten überzeugen. Natürlich ist diese abhängig von eurer Nutzung, deshalb möchten wir an dieser Stelle gerne in Relation zu den bereits bekannten Geräten wie Z10 oder Q10 gehen. Das Z30 hält dabei nicht ganz doppelt so lange wie das Z10 durch, das Q10 kann es immernoch mit anderthalbfachen Laufzeiten überbieten. Damit ist es auch kein Problem, mit dem Z30 über zwei Tage moderater Nutzung zu kommen. Für die besonders aktiven Nutzer wird es von BlackBerry später noch ein Power-Pack geben, dass einer kleinen Akku-Bank nahe kommt.

Mikrofone und Lautsprecher

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Betrachten wir den sehr stabil ausgeführten Seitenrahmen, können wir vier Öffnungen für Mikrofone am Z30 entdecken. Damit soll ganz besonders in BBM-Sprach- und Videochats eine tolle Sprachqualität erreicht werden. Natürlich werden sie aber auch dazu genutzt, in bestimmten Situation die Störgeräusche z.B. von Videoaufnahmen zu reduzieren. Wenn uns unser Gesprächspartner nun also toll versteht, warum sollen wir ihn nicht auch besser wahrnehmen? Dafür kehren am Z30 die seit dem Bold 9000 vermissten Stereo-Lautsprecher zurück. Einer ist auf der Ober- ein anderer auf der Unterseite zu finde. Haltet ihr das Gerät nun zum Video schauen quer in beiden Händen, reflektieren eure Hände die Töne und lassen einen wirklich guten Sound entstehen. Aber auch wenn man das Z30 einfach auf den Tisch legt merkt man klar den Unterschied zum Z10. Dieses klingt gegen das Z30 völlig zugeknöpft und dumpf. In Gesprächen zeigt sich das Z30 ebenfalls von seiner besten Seiten, der Gesprächspartner ist klar und deutlich zu verstehen, gleiches wird uns auch von ihm berichtet.





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BlackBerry Z30

Display

Für ein Gerät, dass die Multimedia-Eigenschaften deutlich mehr in den Vordergrund stellt als es z.B. bei einem Q10 der Fall ist, bedarf es auch eines gutes Displays. Das 5“ OLED-Display am Z30 liefert insgesamt eine gute Vorstellung ab, besser kann es nur das Z10. Das Display kann „nur“ eine Auflösung von 720p bieten. Dies ist der Tribut an das Design des Betriebssystems und der Apps, da diese Pixelgenau geschrieben werden und keine relativen Verhältnisse zulassen. Es ist daher nicht einfach möglich, die Auflösung der Geräte auf 1080p zu erhöhen, ohne alle Apps neu kompilieren zu müssen. Um dennoch eine möglichst hohe Schärfe des Displays zu erreichen, verwendet BlackBerry beim Z30 ein S-Stripe OLED. S-Stripe steht dabei für die Anordnung der Subpixel, die einen einzelnen Pixel ausmachen. Diese sind gegenüber einem Pentile-OLED deutlich anders angeordnet und erscheinen damit auch wesentlich schärfer. Wir haben die Schärfe der Displays etwas genauer unter die Lupe genommen. Dabei kann man erkennen, dass das Q10 in dieser Disziplin deutlich hinten abfällt, das Z30 sichert sich einen guten zweiten Platz, kann das hervorragende Display des Z10 mit seiner enorm hohen Pixeldichte aber nicht schlagen. Subjektiv lässt sich die etwas geringere Schärfe nur im direkten Vergleich wahrnehmen, nach kurzer Nutzung des Z30 verschwendet man keinen Gedanken mehr daran, dass man den ein oder anderen Pixel erkennen kann.

Pixelvergleich Q10 Z30 Z10

Pixelvergleich Q10 Z30 Z10

Das Z30 Display kann uns mit einem hohen Schwarzwert überzeugen, gerade in geringen Helligkeitseinstellungen überflügelt es in dieser Disziplin AMOLED typisch LCDs wie das des Z10s. Auffällig ist der relativ geringe Regelbereich der Helligkeit, auf Maximalstellung kann das Z10 mit seinem LCD ein deutlich helleres Bild als das Z30 bieten, zieht mit der dieser Einstellung aber besonders viel Strom aus dem Akku. Da beim Z30 ein 5“ Display eingesetzt wird, kann man hier auch auf größeren Buchstaben schreiben. Das sorgt für ein nochmals angenehmeres Tippen. Wir können daher dem Display des Z30 ein wirklich gutes Zeugnis bescheinigen, auch aus Sicht der Energiebilanz.

Kameras

Die nochmal verbesserte rückseitige 8MP Autofokus Kamera am Z30 kann uns ebenfalls überzeugen. Sowohl in schwierigen Lichtverhältnissen als auch bei strahlendem Sonnenschein bekommen wir gute, brauchbare Bilder geliefert. Auch hier können wir wieder auf die von BlackBerry 10 bekannten Features rund um Time-Shift und die starke Serienbild-Funktion mit 5 Bildern pro Sekunde setzen. Anhand der Testbilder könnt ihr im direkten Vergleich mit dem Z10 erkennen, dass die Optik der Kamera wohl eine etwas andere ist daher farblich leicht andere Bilder entstehen. Die Frontkamera liefert eine ähnliche Qualität wie am Z10 und ist für Video-Chats vollkommen ausreichend. In späteren Versionen von BlackBerry 10.2 gibt es außerdem die ersten Hinweise auf einen integrierten Panoramamodus wie man ihn auch von der Konkurrenz kennt. Diese kann dann selbstverständlich auch auf anderen BlackBerry 10 Geräten genutzt werden.

//www.youtube.com/watch?v=RtBXFR67xg8

[auf Youtube ansehen]







Neuerungen in 10.2 – BlackBerry Z30 mit USB-Hostmodus

Bereits im Mai haben wir euch nach der BlackBerry Live einige der Neuerungen mit 10.2 schon angekündigt. Fünf Monate später gibt es mit Auslieferung des Z30 die ersten Geräte mit dem neuen Update für BlackBerry 10. Im Video unten zeigen wir euch am Gerät welche deutlichen Veränderungen euch mit diesem Update erwarten.

//www.youtube.com/watch?v=oIrAgcPbO5A

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Priority Hub

Mit Hilfe des Priority Hub kann man nun noch schneller die wichtigsten Informationen im HUB filtern. Dabei kann man das Gerät entweder über bestimmte Regeln von selbst bestimmen lassen welche Kontakte oder E-Mails eine hohe Priorität besitzen oder man greift dem HUB unter die Arme und markiert bestimmte Gespräche einfach selbst als Priorität. Im Anschluss kann man dann in der speziellen Ansicht alle gefilterten Nachrichten auf einen Blick sehen. Praxisbeispiel gefällig? Angenommen ihr steigt in den Flieger in Richtung Miami, sagen wir aus Berlin. Nach 9 Stunden und ein paar Minuten landet ihr nun also in Florida und schon beginnt euer Postfach über zu quellen. Was ist nun wirklich wichtig? Priority Hub an. Fertig.

BlackBerry 10.2 Priority Hub

BlackBerry 10.2 Priority Hub

Farbige E-Mail Accounts

Neben der roten Markierung für E-Mails mit Priorität auf der linken Seite des Bildschirms, gibt es nun die Möglichkeit für verschiedene Accounts verschiedene Farben zu definieren. Wenn ihr also mehrere Accounts verwendet, wird die Unterscheidung so deutlich erleichtert.

Farbige E-Mail Accounts mit BlackBerry 10.2

Farbige E-Mail Accounts mit BlackBerry 10.2

Toasts und Sperrbildschirmvorschau

Eines unserer Lieblingsfeature in 10.2 sind die sog. „actionable notifications“ bzw. Toasts. Diese kurzen Meldungen tauchen nun am oberen Rand des Bildschirms auf und geben euch so eine Vorschau auf die neusten Posteingänge. Bei BBM Nachrichten kann man sogar sofort eine Antwort verfassen und diese absenden. Auch auf dem Sperrbildschirm lassen sich Nachrichten nun in einer Vorschau anzeigen.

Toasts in BlackBerry 10.2

Toasts in BlackBerry 10.2

Alarmfunktion

Auch der Wecker wurde einem Update unterzogen und so können nun endlich wie von vielen gewünscht mehrere Alarme definiert werden. Nach dem Einstellen wird einem außerdem die verbleibende Zeit bis zum auslösen des Alarms angezeigt.

Mehrere Alarme unter BlackBerry 10.2

Mehrere Alarme unter BlackBerry 10.2

Teilen Menü

Das allseits bekannte und so geliebte Teilen / Share Menü wurde deutlich verbessert. Es werden nun die am häufig genutzten Ziele im oberen Teil des Menüs dargestellt, was den Workflow teilweise deutlich verkürzt. Auch das Kontextmenü beim Markieren von Text wurde verbessert und bietet euch nun direkt die Möglichkeit die Markierung zu erweitern, zu kopieren, auszuschneiden oder zu teilen.

Share-Menu unter BlackBerry 10.2

Share-Menu unter BlackBerry 10.2

Kontextmenü unter BlackBerry 10.2

Kontextmenü unter BlackBerry 10.2

Weitere, bisher bekannte Neuerungen sind u.a. :

  • Unterstützung für rSAP i.V.m. Bluetooth
  • Sofortantworten bei Telefonanrufen oder verpassten Kalenderereignissen
  • Das Verfassen von Terminen im Kalender wurde vereinfacht
  • Überarbeitete Wetter App
  • App-Monitor
  • Unterstützung des USB-Hostmodus (vorerst nur Z30)
  • Der Browser ist nun nativ und bringt noch weitere Verbesserungen mit sich
  • Erinnerungen unter BB-Remember
  • Natives Einstellungsmenü mit besserer Performance
  • WiFi Direct
  • Miracast (nicht am BlackBerry Z10)
  • Headless Apps
  • Geofencing
  • Smart-Card API
  • Screen Services
  • Altimeter
  • Android Runtime mit Android Jelly Bean 4.2.2
  • Erste Hinweise auf eine integrierte Panoramafunktion der Kamera (wahrscheinlich erst ab 10.2.1)

Details zu letzteren Punkten findet ihr in unserem Beitrag vom Mai.

Preise und Verfügbarkeit

Das Z30 ist mittlerweile bei den ersten Anbietern in Deutschland lieferbar, allerdings scheinen nicht wirklich viele Einzelhändler das Gerät in das Sortiment aufnehmen zu wollen. Günstigster Anbieter, der das Gerät auch laut Angabe liefern kann ist der Händler modeo.de. Dort kostet das Z30 aktuell 524,95€. Mittlerweile könnte man also für ein Z30 fast zwei Z10 bekommen, dies kostet um die 280€. Auch bei Notebooksbilliger wird das Z30 aktuell für 524,80€ angeboten, bisher aber nur zur Vorbestellung.

Update 11.10.2013 16:17 Uhr:

Das Z30 ist nun auch bei Amazon.de lieferbar. Der Preis ist allerdings zu beginn ähnlich wie beim Q10 relativ hoch mit 580€.

Fazit

Man kann es nicht anders sagen: Das BlackBerry Z30 ist ein wirklich hervorragendes Smartphone. Es leistet sich keine wirkliche Schwäche und kann mit einem extrem starken Akku, einer sehr guten Verarbeitung und dem in Verbindung mit der neuen Hardware sehr schnellen BlackBerry 10.2 überzeugen. Das Update tut BlackBerry 10 wirklich gut und bringt sinnvolle und tolle Features mit. Auf Grund der aktuellen Technologie und dem Blick in die Zukunft ist beim Z30 mit keinem abrupten Preisverfall wie beim Z10 zu rechnen. Das Z30 ist ein sehr gutes Multimedia-Gerät, da es sich dank Stereo-Lautsprecher und großem Display für Spiele, Bilder und Videos prädestiniert. Allerdings lassen es auch der große Akku und der Schreibkomfort auf der onscreen-Tastatur zum Gegner des Q10 avancieren. Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, der BlackBerry10 Tastatur eine weitere Chance zu geben, war man vielleicht auf Grund der Größe noch nicht vollständig vom Z10 überzeugt. Für uns ist es aktuell das beste BlackBerry, welches man für Geld kaufen kann. Schade, dass wir es nicht schon zum Start von BlackBerry 10 in den Händen halten konnten.

Galerie














Pixelvergleich Q10 Z30 Z10





BlackBerry Z30
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BlackBerry Q5 Testbericht https://berryme.de/blackberry-q5-testbericht-review https://berryme.de/blackberry-q5-testbericht-review#comments Tue, 17 Sep 2013 11:12:30 +0000 http://berryme.de/?p=6586 Es hat ein paar Monate gedauert, bis BlackBerry ein Gerät mit Tastatur am Markt platzieren konnte, das BlackBerry 10 für die breite Masse verfügbar gemacht hat. Nicht jeder möchte 540€ für ein Q10 ausgeben, hier kommt das an einigen Stellen abgespeckte Q5 in Spiel. Ob es seinen Preis von knapp 330€ rechtfertigen kann und damit [&hellip]]>

Es hat ein paar Monate gedauert, bis BlackBerry ein Gerät mit Tastatur am Markt platzieren konnte, das BlackBerry 10 für die breite Masse verfügbar gemacht hat. Nicht jeder möchte 540€ für ein Q10 ausgeben, hier kommt das an einigen Stellen abgespeckte Q5 in Spiel. Ob es seinen Preis von knapp 330€ rechtfertigen kann und damit auch eine Kaufempfehlung erhält möchten wir im folgenden Test klären. Das Video zum Review haben wir bereits vor einiger Zeit auf unserem Youtube-Channel veröffentlicht.

BlackBerry Q5 im Detail

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BlackBerry Q5 im Detail

Anders als das Q10 und Z10 setzt das Q5 insgesamt auf einer etwas anderen, schwächeren Hardware auf. Dazu zählt ein nur mit 1,2GHz getakteter Prozessor (Q10: 1,5GHz),  eine 5MP Kamera mit LED-Flash (Q10: 8MP) und 8 Gb Speicher (Q10: 16GB). Als Hauptspeicher stehen der CPU, die als Socket-on-chip Variante ausgeführt ist, 2GB RAM zur Verfügung. Die Vorderseite ist zudem mit einer 2MP Kamera ausgestattet, die Videos mit 720p aufnehmen kann. Bei der Anbindung an das Mobilfunknetz wurde dagegen weiterhin auf LTE gesetzt. Auf einen microHDMI-Anschluss wurde beim Q5 verzichtet, die Stelle an der wir sonst beim Q10 diesen Anschluss vorfinden ist einer Klappe mit dahinterliegenden Slots zum Einfügen der microSim und einer microSD(XC) vorbehalten. Da Anwendungen bei BlackBerry 10 nur im Gerätespeicher gespeichert werden können, sollte sich im Gerät auf jeden Fall eine microSD befinden, damit diese dann alle weiteren Medien aufnehmen kann. Immerhin kann dabei auch eine MicroSDXC (bis zu 64 GB) eingesetzt werden. Verbindung zu näheren Geräten kann das Q5 über WLAN (b/g/n), NFC und Bluetooth 4.0 aufnehmen. Neben dem Ohrhörer befindet sich ein größerer Lautsprecher wie bei Q10 und Z10 an der Unterseite.

//www.youtube.com/watch?v=bBnU7i2MOpk

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  Q5 Q10
Display 3,1″, 720 x 720 Pixel (330 ppi) IPS-LCD 3,1″, 720 x 720 Pixel (330 ppi) OLED
CPU / GPU Qualcomm MSM8960 SoC, Dual-Core 1,2 GHz /Adreno 225 Qualcomm MSM8960 SoC, Dual-Core 1,5 GHz /Adreno 225
RAM 2 GB 2 GB
Speicher 8 GB eMMC, erweiterbar via microSD (SDHC / SDXC) 16 GB eMMC, erweiterbar via microSD (SDHC / SDXC)
Mobilfunk-standards GSM (GPRS, EDGE), UMTS (HSDPA, HSUPA, HSPA+), LTE (Quadband in Deutschland) GSM (GPRS, EDGE), UMTS (HSDPA, HSUPA, HSPA+), LTE (Quadband in Deutschland)
Kameras Rückkamera 5 Megapixel, LED-Blitz, Frontkamera: 2 Megapixel Rückkamera 8 Megapixel, BSI, LED-Blitz, Frontkamera: 2 Megapixel
Akku 2180 mAh (nicht austauschbar) 2100 mAh (austauschbar)
Abmessungen ca. 120mm x 66mm x 10,8mm 119,6mm x 66,8mm x 10,35mm
Gewicht ca. 120g 139g

 

Die Formgebung des Q5 ist etwas anders als das, was wir von bisherigen BlackBerry Telefonen gewohnt sind. So finden wir zwar noch immer die typische Tastatur auf der untereren Hälfte des Telefons, dennoch bringt die Vorderseite des Telefons eine neue Frische in die BlackBerry (OS10)-Familie. Die Displayabdeckung des Telefons zieht sich wie auch beim Q10 bis an die obere Kante des Geräts. Ein großer Unterschied zum Q10 ist hier die Positionierung des BlackBerry-Logos, es befindet sich nun unterhalb des eigentlichen Displays. War es beim Q10 noch über dem Display zu finden, zollten wohl der größere benötigte Freiraum der Peek-Geste dem Abstand zwischen Tatatur und Display Tribut. Insgesamt wirkt das Q5 damit nicht nur länger als das Q10, es ist es auch tatsächlich. Dazu kommt das etwas dickere Gehäuse des BlackBerry Q5. Dieses ist wohl auch auf ein Novum zurückzuführen. So ist zum ersten Mal in einem BlackBerry Smartphone ein 2180 MAh Akku zu finden, der nicht gewechselt werden kann. Folglich kann am Q5 also auch nicht der Akkudeckel abgenommen werden. Die microSim und die microSD werden an der linken Seite des Geräts eingesteckt. Die weiteren typischen BlackBerry Schnittstellen haben aber auch am Q5 seinen gewohnten Platz, USB-Port links, Headsetklinke an der Oberseite. Dem Gerät liegt ein sehr einfach Headset bei.

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BlackBerry Q5 Tastatur

Auf der Vorderseite zeigt sich das Gerät mit einer vollständig anderen Tastatur als wir dies noch vom Q10 gewohnt sind. Die einzelnen Tasten erinnern eher an die älteren Curve-Serien, die noch auf BlackBerry OS7 basierten. Dennoch sind auch sie zur jeweiligen Seite abgeschrägt um dem Daumen eine bestmögliche Auflage bietet zu können. Der Druckpunkt der Tasten ist knackig und stark spürbar, dazu kommt ein relativ geringer Hub. Man könnte meinen, dass Q5 avanciert so zu einem echten Q10 Konkurrenten hinsichtlich der Tastatur und abgesehen vom Designunterschied dieser. Leider ist dem nicht so, denn uns sind die unüberhörbar lauten Geräusche beim Drücken der einzelnen Tasten als störend aufgefallen. Bereits das Bold 9900 war an dieser Stelle kein Leisetreter, jedoch kann das Q5 noch einmal eine Schippe drauf legen. Solltet ihr das Tippen mit dem Bold 9900 bereits als „laut“ empfunden haben, so wird das Q5 mit Sicherheit nichts für euch sein. Allerdings gibt es sicher auch viele unter euch, für die die Lautstärke beim Tippen nicht ins Gewicht fällt. Für den ein oder anderen könnte dann zusätzlich noch der notwendige Kraftaufwand zum Drücken der Tasten zu hoch erscheinen. Wir konnten feststellen, dass diese sich schwergängiger anfühlen, als es z.B. bei einem Curve 9320 der Fall war. Hier hilft nur das Ausprobieren des Geräts.

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BlackBerry Q5 Rückseite

Die etwas höhere Tiefe des Gehäuses lässt sich dank der guten Handling-Eigenschaften leicht verschmerzen. Dies liegt darin begründet, dass BlackBerry die Kanten der Rückseite abgerundet hat und man das Q5 so angenehm in der Hand halten kann. Beim Material setzen unseren kanadischen Freunde allerdings vollständig auf Plastik. Dies schließt auch die in Gehäusefarbe lackierten Tasten zur Lautstärkeregelung und den silbernen Standby-Button ein. Farblich konnte BlackBerry für das Q5 sein Herz ein wenig weiter öffnen, es ist in Schwarz, Weiß, Rot und Pink erhältlich. Das Gehäuse fühlt sich weder minder- noch hochwertig an, kann qualitativ aber einfach nicht mit dem Z10 oder besonders dem Q10 mithalten. Interessant für jeden der sich für die rote oder pinke Variante interessiert wird es auch sein, dass bei diesen Farben das Gehäuse nicht mit mattem Lack überzogen wurde sondern hochglänzend in der Verpackung liegt. Egal für welche Variante man sich nun entscheidet, einen Wermutstropfen muss sich wohl jeder verdrücken, der sich die Rückseite einmal genauer anschaut. Dort ist im unteren Bereich ein Aufkleber angebracht, der die obligatorischen Label für FCC und CE zeigt. Das hier keine Möglichkeit gefunden werden konnte, das Label an anderer Stelle möglichst per Laser zu platzieren erachten wir als sehr schade. Beim kommenden Z30 kann diese Fehler zum Glück nicht mehr gemacht werden, dort kann gerne der Aufkleber unter dem Akkudeckel verschwinden den es beim Q5 nicht mehr gibt.

Q5 und OS 10.1

Das Q5 wird mit der aktuellsten offiziell freigegeben Variante von BlackBerry10, Version 10.1 ausgeliefert. Die Neuerungen dazu haben wir euch bereits in dem Review zum Q10 näher gebracht und binden diese deshalb an dieser Stelle mit ein, da es inhaltlich keine Differenzen gibt. Wie sich OS10 auf einem 1:1 Display auch im Vergleich zum Z10 darstellt, hatten wir an dieser Stelle ebenfalls besprochen.

Ausgehend vom BlackBerry Tablet OS wurde OS10 ursprünglich für Fulltouch Geräte entwickelt. Nach dem Start des Z10 musste BlackBerry also noch einige Anpassungen am Betriebssystem vornehmen, um die User-Experience auf einem Gerät mit Hardware-Tasten auf einem hohen Niveau zu halten. Besonderen Wert hat man auf die Ausnutzung der Displayfläche gelegt, so werden z.B. im BlackBerry Hub kleinere Symbole als beim Z10 angezeigt und die Action-Bar blendet sich beim Scrollen aus. Auch die Gesten des Betriebssystems passen gut zum Q5. Durch die gute Erreichbarkeit des Displays lässt sich auch dementsprechend die Peek-Geste sehr gut durchführen. Alles ist mit dem Daumen erreichbar. Weitere Details zu den Neuerungen unter 10.1 hatten wir bereits hier für euch zusammengestellt.

Bemerkenswert ist, dass der relativ geringe CPU-Takt von 1,2 GHz im Betriebssystem selbst nicht wirklich spürbar ist. So treten z.B. keine Ruckler oder Hänger auf, vielmehr ist es so, dass das Q5 für einige Aufgaben wie z.B. dem Website-Rendering ein wenig länger braucht. Dabei hat man jedoch nie das Gefühl, dass es zu lange dauert. In reinen Benchmarks wird der Leistungsunterschied zum Q5 dann quantifizierbar, so erreicht ein BlackBerry Q5 im Geekbench ca. 1500 Punkte, wo sich das Q10 mit über 1800 Punkten absetzen kann. Dies wird man wohl auch bei leistungshungrigen Spielen spüren können.

Display und Kamera des Q5

Gegenüber dem Q10 setzt das Q5 nicht auf ein OLED sondern auf ein IPS-Display, welches mit hervorragenden Blickwinkeln und einer enormen Leuchtkraft überzeugen kann. Die Auflösung des 3,1″ großen 1:1 Displays von 720px * 720px wurde gegenüber dem Q10 nicht angepasst womit die Pixeldichte bei sehr guten 330ppi verbleibt.  Vergleicht man das Display des Q5 und Q10 fällt sofort der enorme Helligkeitsunterschied auf. Das Q5 erreicht eine wesentliche höhere Helligkeit als das Q10 und lässt sich im direkten Sonnenlicht auch besser ablesen. Dazu kommen die besseren Betrachtungswinkel des Q5. Das Display kann also überzeugen, dennoch muss man davon ausgehen, dass es mehr Strom benötigt als das OLED Pendant im Q10.

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BlackBerry Q5 gegen Q10 – jeweils volle Displayhelligkeit

Damit das tolle Display auch hübsche Bilder zum Anzeigen hat, kann man die integrierte 5-Megapixel Auto-Fokus Kamera des Q5 verwenden. Leider wird man dabei etwas enttäuscht sein. Was das Display an Punkten geholt hat, büßt die Kamera wieder ein. Sobald die Lichtverhältnisse etwas schlechter werden, rauscht die Kamera wie ein 90-Jahre UKW-Radio. Hier wurde eindeutig nicht nur an der Megapixel-Anzahl abgespeckt, sondern wesentlich andere Bauteile verwendet. Dies erklärt auch, warum die Kamera im Q5 eine andere Blende als das Q10 besitzt. (f2,4 vs. 2,2). Die restlichen Funktionen der OS10-Staffel übernimmt das Q5 natürlich trotzdem, Serienbild, TimeShift und weitere Funktionen sind genauso wie das 1080p Video-Recording vorhanden. Die Bildqualität bleibt dabei allerdings ungefähr auf dem Niveau eines Bold 9790. Da sich die Q10 und Q5-Kamera softwareseitig nicht unterscheiden, findet ihr weitere Informationen zu den verschiedenen Kamera-Modi im Q10-Review.

Type n go und Shortcuts

Type N Go BBM

Type N Go BBM

Das sog. Type N Go Feature am Q5 erlaubt es, Kommandos direkt ohne eine jegliche Menüauswahl auszuführen. Dazu beginnt man ganz einfach auf der Tastatur zu schreiben. Man kann einfach „BBM XYZ“ eingeben und erhält sofort den BBM Kontakt um eine Nachricht zu senden. Auch Kalendereinträge können so erzeugt werden genau wie Einträge in BB-Remember und weiteren. Die systemweite Suche ist ebenfalls so integriert, dass zeitgleich immer passende Treffer angezeigt werden. Durch die physische Tastatur erleben auch die Keyboard-Shortcuts ein Revival und so können innerhalb verschiedenster Anwendungen insgesamt mehr als 200 unterschiedliche Shortcuts verwendet werden. Die beliebtesten sind dabei wohl „Del“ zum löschen einer E-Mail, „F“ zum weiterleiten oder „R“ zum Antworten. Eine annähernd vollständige Liste hat The Globe And Mail hier zusammengestellt.

Connectivity und Akkulaufzeit

Das Q5 kann seine Daten wie alle anderen BlackBerry 10 Smartphones über LTE versenden. Hat man nicht einen entsprechenden Tarif gebucht, bleiben noch immer maximal 42MBit per HSPA+ ürbig. Mehr als ausreichend also, wenn man in Betracht zieht, dass das Q5 durchaus nicht als gänzliches Mediensmartphone durchgeht, da das Display auf Grund der Tastatur eben etwas kleiner geraten ist. Beim Telefonieren überzeugt auch das Q5 mit einer guten Sprachqualität, an der ein oder anderen Stelle wünschen wir uns jedoch (wie auch beim Q- und Z10) eine höhere Lautstärke des Ohrhörers einstellen zu können.

Mit dem größten jemals in einem BlackBerry verwendeten Akku von 2180mAh kann das Q5 natürlich auch auf Grund von geringeren Hardwareanforderungen mit tollen Laufzeiten glänzen. Diese sind noch einmal ein Stück besser als wir sie beim Q10 messen konnten. Prinzipiell hängt die Laufzeit natürlich sehr stark von der Verwendung ab, 2 Tage konservative Nutzung des Q5 sind allerdings realistisch. Im gleichen Verwendungsfall geht z.B. dem Z10 bereits nach einem Tag die Puste aus. Dafür kann man bei diesem einfach und schnell den Akku wechseln, was beim Q5 durch die feste Installation verhindert wird. Alternativ können auch sogenannte Powerbanken mit dem micro-USB Port verwendet werden, nichtsdestotrotz stellt es gegenüber der alten Gewohnheit jederzeit den Akku wechseln zu können eine Einschränkung dar.

Fazit: Q5 oder Q10 kaufen?

Das Q5 kann mit wirklich positiven Aspekten auftrumpfen: Klasse Display, schnelles Betriebssystem und großer Akku. Einige Schwachstellen trüben jedoch den Gesamteindruck. Dazu zählt auch der Hauptkaufgrund des Q5, die Tastatur. Zwar lässt sich wie gewohnt sehr zügig darauf tippen und im Insgesamten kann hier dem Q5 kein anderer Hersteller das Wasser reichen. Ein paar Dinge macht das hauseigene Q10 aber einfach besser. Tastendrücke sind hier bei weitem nicht so laut und auch der Kraftaufwand zum Drücken der Tasten ist erheblich geringer. Auch wenn viele mit der Q5 Tastatur trotzdem sehr gut zurecht kommen, das Q10 macht es besser. Einigen wird auch der nicht wechselbare Akku übel aufstoßen. Prinzipiell können sehr gute Akkulaufzeiten erreicht werden, sodass ein Akkuwechsel nicht zwingend der erste Gedanke des Q5 Nutzers ist. Dennoch wird damit die Flexibilität eingeschränkt. Die Verarbeitung des Q5 verdient sich das Prädikat befriedigend, genauso wie die Kamera, die nur bei wirklich guten Lichtverhältnissen rauscharme Bilder produziert. Zum Schluss muss man aber auch die Preise gegenüber stellen: Das Q5 kann aktuell für ca. 330€ erworben werden, ein Q10 kostet mit ca. 540€ über 200€ mehr. Dafür bekommt man einen wechselbaren Akku, eine tolle Verarbeitung, schnelle full-featured Hardware sowie eine gute Kamera aber auch ein schwächeres Display. Liebt man Hardware-Tastaturen, muss man für sich selbst entscheiden, ob einem dies 200€ Aufpreis Wert ist. Selbst dann bleibt die Frage offen, ob das Q5 wirklich einen Preis von 330€ rechtfertigen kann. Aus unserer Sicht darf daran stark gezweifelt werden, 279€ auch bei größeren Anbietern sind wohl als angemessen zu betrachten. Und an dieser Stelle kommt das Z10 ins Spiel. Seit dem Release in Deutschland sind die Preise stetig gefallen, mittlerweile ist es sogar günstiger als ein Q5. Natürlich ist ein fulltouch-Telefon nicht jedermanns Sache, die Tastatur des Z10 hat uns aber schwer beeindruckt. Deshalb schaut euch auch noch einmal unser Review vom Z10 an, vielleicht werdet ihr mit diesem glücklicher als mit dem Q5.

Verfügbarkeit

Das Q5 kann zur Zeit zu Preisen zwischen 330€ und 360€ erworben werden und ist deutschlandweit verfügbar. Die aktuellen Preise des Q5 im Preisvergleich erfahrt ihr hier. Im Vergleich zum Q5 kostet das Z10 zur Zeit 315€ und das Q10 540€.

Die Geräte bei amazon.de kaufen:























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BlackBerry Q10 Review / Testbericht https://berryme.de/blackberry-q10-testbericht-review https://berryme.de/blackberry-q10-testbericht-review#comments Wed, 08 May 2013 08:57:42 +0000 http://berryme.de/?p=5968 BlackBerry Q10 BildschirmEndlich ist es da, dass worauf die allermeisten BlackBerry-Freunde gewartet haben, das erste QWERT Gerät mit BlackBerry 10. In einem ausführlichen Review möchten wir besonders auf die Qualität des BlackBerry Q10 eingehen und daran anschließend die Unterschiede zum Z10 herausstellen. Die Analogie eines Angebots des Faltenglätters Q10 für skeptische Smartphonekäufer bietet schlussendlich die Frage an: [&hellip]]> BlackBerry Q10 Bildschirm

Endlich ist es da, dass worauf die allermeisten BlackBerry-Freunde gewartet haben, das erste QWERT Gerät mit BlackBerry 10. In einem ausführlichen Review möchten wir besonders auf die Qualität des BlackBerry Q10 eingehen und daran anschließend die Unterschiede zum Z10 herausstellen. Die Analogie eines Angebots des Faltenglätters Q10 für skeptische Smartphonekäufer bietet schlussendlich die Frage an: Kann das Gerät mit einem Straßenpreis von 550€-650€, einem Display von 3,1“ und einer vollwertigen Tastatur in 2013 noch Smartphonenutzer zum Kauf animieren?

Q10 im Detail

Das Q10 besitzt ganz ähnliche Spezifikationen wie die des Z10. Es wird ebenfalls von einem 1,5GHz Dual-Core Prozessor der Firma Qualcomm (Update 08.05.13, 21:30 Uhr: Geekbench-Score 1602)  angetrieben. Als Hauptspeicher stehen der CPU, die als Socket-on-chip Variante ausgeführt ist, 2GB RAM zur Verfügung. Die Vorderseite ist zudem mit einer 2MP Kamera ausgestattet, die Videos mit 720p aufnehmen kann. Auf der Rückseite befindet sich dagegen die 8MP Variante mit Auto Focus und Back Side Illumination, welche zusätzlich durch einen LED Flash unterstützt wird. Das BlackBerry Q10 nimmt Kontakt zum Mobilfunknetz über eine Micro SIM auf und unterstützt mit den in Deutschland erhältlichen Modellen bei allen Netzbetreibern LTE – sofern verfügbar. Das Q10 besitzt 16GB fest installierten Speicher, der über eine MicroSD Karte erweitert werden kann. Unterstützt werden dabei auch SDXC Karten mit einer Kapazität von bis zu 64GB. Der SDXC Standard ist bis zu 2TB spezifiziert, 64GB ist im Moment jedoch die größte zu erwerbende Speichermenge im micro-Format. Kontakt mit der näheren Umgebung kann das Gerät mit Wlan (a/b/g/n), NFC und Bluetooth 4.0 aufnehmen. Das Q10 hat genauso wie das Z10, einen Lautsprecher an der Unterseite des Geräts und zollt damit einem fast vollständig geschlossenem Akkudeckel Tribut. Headsets oder Kopfhörer können an der Oberseite mit 3,5mm Klinkenstecker verwendet werden. BlackBerry 10 unterstützt nun nach unserer Erfahrung auch vollständig made for iPhone Headsets, also auch die Sprachsteuerung, das Weiterschalten der Musik usw. Die voran gegangenen Daten entsprechen fast vollständig dem des Z10, Unterschiede lassen sich natürlich beim Display ausmachen. Dieses ist mit 3,1“ rund ein Viertel kleiner als das des Z10, besitzt ein eher ungewöhnliches Verhältnis von 1:1 und löst mit 720 x 720 Pixel auf. Die Pixeldichte des AMOLED beträgt damit rund 330ppi. Am Rand besitzt das Display berührungsempfindliche Sensoren, die das Betriebssystem zur Bedienung anstelle von Navigationstasten verwendet. Das Besondere am Q10 ist sicherlich die für BlackBerry so typische Hardwaretastatur. Dazu aber später mehr. Die Rückseite wird entgegen des Z10 nicht durch eine vollflächige Abdeckung geschützt, sondern der Akkudeckel endet unterhalb der Kameraeinheit. Er beherbergt den neuen NX-1 Akku, der mit 2100 mAh spezifiziert ist.

//www.youtube.com/watch?v=uAmtb3BA0ls

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BlackBerry Q10 Akku und Akkudeckel

BlackBerry Q10 Akku und Akkudeckel

Display 3,1″, 720 x 720 Pixel (330 ppi)
CPU / GPU (für die Variante in Deutschland) Qualcomm MSM8960 SoC, Dual-Core 1,5 GHz /Adreno 225
RAM 2 GB
Speicher 16 GB eMMC, erweiterbar via microSD (SDHC / SDXC)
Mobilfunkstandards GSM (GPRS, EDGE), UMTS (HSDPA, HSUPA, HSPA+), LTE (Quadband in Deutschland)
Kameras Rückkamera 8 Megapixel, BSI, LED-Blitz, Frontkamera: 2 Megapixel
Akku 2100 mAh (austauschbar)
Abmessungen ca. 119,6mm x 66,8mm x 10,35mm
Gewicht ca. 139g

Die Formgebung des auch in weiß erhältlichen Q10 orientiert sich sehr stark an der des Bold 9900. Die Rundungen an allen Seiten sowie die typische „lächelnde“ Blende an der Unterseite des Geräts lassen es unverkennbar als das Top-Gerät des mit Tasten ausgestatteten BlackBerry Produkt-Portfolios erscheinen.

Im Wesentlichen unterscheidet es sich vom Z10 natürlich in der Bauform und den verwendeten Materialen. So ist das Gerät mit einer vollwertigen QWERT Tastatur ausgestattet, die sich vom Aufbau an älteren BlackBerrys orientiert, jedoch vollständig horizontal ausgeführt ist. Die Entscheidung ein 1:1 Display mit entsprechender Höhe zu verwenden, ermöglichte es die Tastatur und damit auch jede einzelne Taste zu vergrößern. Dies wird auch durch den betriebssystembedingten Wegfall der Navigationstasten begünstigt. Insgesamt sind die Tasten beim Q10 also noch einmal ein ganzes Stück größer als beim legitimen Formfaktor-Vorgänger, dem Bold 9900 geworden. Auch wenn die Lautstärke beim Drücken einzelner Tasten nur etwas geringer ist, so ist der Druckpunkt und generell die gesamte Haptik der Tastatur über jeden Zweifel erhaben. Bitte beachtet, dass im Bild unten die QWERTY Variante zu sehen ist. Natürlich besitzt die deutsche Version eine QWERTZ Tastatur und ein € Zeichen statt des $.

BlackBerry Q10 Tastatur

BlackBerry Q10 Tastatur, ACHTUNG: Unser Testmodell ist die QWERTY Variante.

Update: 08.05.2013, 12:45: Das Gerät wird umrahmt von einem schwarz beschichtetem Edelstahl Rahmen. Dieser wird in einem speziellen Arbeitsschritt aus einem massiven Block 304 Edelstahl gefräst. Alleine der Rahmen dauert so ca. 20 Minuten in der Produktion. Die besonders gehärtete, schwarze Lackierung soll das abplatzen von Ecken verhindern. Das Gerät umläuft ein schwarzer Kunststoffrahmen, der leider nicht wie beim Bold 9900 aus Edelstahl ist. Nimmt man die Verarbeitung eines schwarzen iPhone 5 zur Grundlage, scheint es dennoch eine rationale Wahl gewesen zu sein, statt schwarz anodisiertem Aluminium auf Kunststoff auf der wohl Grund der etwas besseren (Farb)-Haltbarkeit zu setzen. Auf der linken Seite finden sich dann die vom Z10 bekannten Schnittstellen wieder. Ein micro-USB sowie ein micro-HDMI Anschluss. Auf der Stirn ist dann der Standby-Button und wenig überraschend, sind die Lautstärketasten auf der rechten Seite platziert. Ein wenig schade ist jedoch, dass BlackBerry wohl aus Kostengründen auf Ladekontakte auf der Unterseite verzichtet hat. Eine Docking-Station im Hochkantformat für das Q10 würde dies bedingen.

BlackBerry Q10 Rechte Seite

BlackBerry Q10 Rechte Seite

Über die Rückseite wurde schon im Vorfeld viel gemutmaßt. So waren auch erste Varianten des Q10 im Umlauf, die eine gummierte Wabenstruktur wie des Z10 gezeigt haben. Das finale Gerät erhält jedoch ein Carbon-artiges Muster (Glass-Weave), welches wir in dieser Struktur schon vom Akkudeckel des Bold 9900 kennen. BlackBerry hat die Rückseite jedoch an zwei entscheidenden Stellen weiterentwickelt. Zum einen bedeckt das Muster nun die gesamte Rückseite, zum anderen ist die Oberfläche matt lackiert und zudem so beschichtet, dass diese sich sehr rutschfest anfühlt. Die weiße Variante des Q10 wird dagegen eine Rückseite ähnlich der des weißen Z10 besitzen. Sobald uns hier ein Testmodell vorliegt, werden wir dieses in einem zusätzlichen Video vorstellen.

BlackBerry Q10 Rückseite

BlackBerry Q10 Rückseite

Das Q10 ist kürzer, leicht breiter und 1,35mm dicker als das Z10. Die Abmessungen spürt man tatsächlich, sobald man das Gerät in die Hand nimmt. Die relativ stark abgerundeten Ecken und die geringe Höhe ermöglichen eine sehr gute Erreichbarkeit des Displays, wobei am Z10 vielleicht schon umgegriffen werden müsste. Gegenüber diesem fühlt sich das Q10 deutlich handlicher und kompakter an, schlussendlich passt es auch besser in die Hosentasche.

Q10 und OS 10.1

//www.youtube.com/watch?v=kZWJa5FHrGk

[auf Youtube ansehen]

Ausgehend vom BlackBerry Tablet OS wurde OS10 ursprünglich für Fulltouch Geräte entwickelt. Nach dem Start des Z10 musste BlackBerry also noch einige Anpassungen am Betriebssystem vornehmen, um die User-Experience auf einem Gerät mit Hardware-Tasten auf einem hohen Niveau zu halten. Der Einsatz eines OLED-Displays begünstigt die Verwendung von schwarzen Hintergründen in den Menüs. Damit kann weiterhin der Stromverbrauch des Displays reduziert werden, da ein OLED Pixel bei der Anzeige von Schwarz quasi keinen Strom verbraucht. BlackBerry verwendet diesen Ansatz beim Q10 um einige Menüs gegenüber dem Z10 zu invertieren. Besonderen Wert hat man auf die Ausnutzung der Displayfläche gelegt, so werden z.B. im BlackBerry Hub kleinere Symbole als beim Z10 angezeigt und die Action-Bar blendet sich beim Scrollen aus. Auch die Gesten des Betriebssystems passen gut zum Q10. Durch die gute Erreichbarkeit des Displays lässt sich auch dementsprechend die Peek-Geste sehr gut Durchführen. Alles ist mit dem Daumen erreichbar. Weitere Details zu den Neuerungen unter 10.1 gibt es etwas weiter unten oder auch hier.

/blackberry-z10-testbericht-review

Kamera

BlackBerry Q10 Kamera

BlackBerry Q10 Kamera

In vielen Reviews zum Z10 wurde von den Autoren bemängelt, dass es nur wenig verschiedene Modi zur Aufnahme von Fotos gibt. Dies ändert sich mit OS 10.1 am Q10 zumindest um einen weiteren Modi. Mit dem Update auf 10.1 wird es auch am Z10 später die Möglichkeit geben, HDR Fotos aufzunehmen. Die Kamera macht unter normalen Bedingungen gute Fotos und auch über die Videoqualität lässt sich nicht klagen. Sicher bieten anderen Smartphones hier schon weit höhere Specs, mit den Ergebnissen kann man aber dennoch mehr als zufrieden sein. Nicht nur Bildbearbeitungsfans kommen durch die integrierten Editierfunktionen auf ihre Kosten. Die rückseitige Kamera besitzt eine Auflösung von 8 Megapixeln bei einem ~8,46mm großen, rückwärtig belichtendem Sensor. Videoaufnahmen sind mit bis zu 1080p möglich und das dabei wohl wichtigste: die Kamera besitzt Autofokus. Der Autofokus ermöglicht es, den Fokus z.B. auf den dunklen Teil des Bildes zu richten, was dazu führt, dass das Bild insgesamt heller wird. Außerdem besteht die Möglichkeit das gewünschte Motiv mit Hilfe des 5x digital Zooms etwas näher zu holen. Die Linse der Kamera besteht aus 5 Elementen mit einer Blende von f/2.2. und einer Brennweite von 4mm. Zusätzlich wird die Kamera von einem eigenen Bildverarbeitungsprozessor unterstützt, welcher einen zusätzlichen Einzelbildzwischenspeicher von 64MB besitzt.

Die Frontkamera ist mit 2 Megapixeln und einem 3 fachen digital Zoom z.B. im Vergleich zum PlayBook keine bahnbrechende Neuerung, , reicht aber aus, um 720p Aufnahmen zu erstellen. Für BBM-Video genügt dies allemal. Bei guten Lichtverhältnissen macht die rückwärtige Kamera am BlackBerry Q10 wirklich tolle Bilder. Ab und zu fällt uns zwar eine minimale Blautendenz auf, aber das ist im Grunde genommen kaum zu merken.

CNET hat übrigens einen schönen Vergleich zwischen der Kamera des BlackBerry Z10, iPhone 5 und Samsung Galaxy SIII angestellt. Da im Q10 die gleiche Hardware verbaut ist, lassen sich die Ergebnisse ganz gut vergleichen. Bei der Verwendung der Kamera kann man zwischen verschiedenen Modi wählen, dem Kamera-, Video- und TimeShift-Modus. Im TimeShift Modus werden dabei mehrere Bilder innerhalb kurzer Zeit geschossen. Das Besondere daran ist, dass man im Anschluss jedes erkannte Gesicht in der Zeit vor- oder zurück bewegen kann, ohne dabei den Rest des Bildes zu verändern. Habt ihr also 3 Personen auf dem Foto, der eine hat den Mund auf, der andere die Augen zu und der letzte guckt gerade weg, so könnt ihr mit Hilfe von TimeShift alles ins rechte Licht rücken. Im normalen Kamera Modus stehen daneben noch die verschiedensten Aufnahmeoptionen zur Verfügung. So kann man beispielsweise zwischen Burst, Normal, Stabilization und dem angesprochenen HDR wählen und auch das Bildformat von 1:1, 4:3 oder 16:9 wechseln. Der Burst-Modus verdient seinen Namen übrigens wirklich. Wir waren von der Anzahl der möglichen Bilder, die man hintereinander schießen kann, ziemlich überrascht. Auch im normalen Modus ist der Auslöser sehr schnell und man kann auch knappe Schnappschüsse erfolgreich einfangen. Auslösen kann man entweder mit einem Tap auf den Bildschirm oder über die Lautstärketasten an der rechten Seite des Gerätes. Was man nach der Aufnahme eines Bildes alles noch mit dem integrierten Editor rausholen kann, das haben wir euch bereits in unserem Z10 Review in diesem Video gezeigt.

//www.youtube.com/watch?v=5WDQ53dXzmE

[Beispielvideo auf Youtube ansehen]

Testbild 2 - Normal
Testbild 2 - HDR Variante
Testbild 1 - Normal
Testbild 1 - HDR Variante
Normale Variante (Beispiel mit DevAlpha C aufgenommen)
HDR-Variante (mit DevAlpha C aufgenommen)

Veränderung in 10.1 gegenüber 10.0

Neben der HDR Funktion gibt es unter 10.1 natürlich noch weitere Verbesserungen. Es gibt nun z.B. mehr Möglichkeiten die verschiedensten Benachrichtigungen zu konfigurieren. Der Bildschirm lässt sich mit Hilfe einer Option ab sofort auch mit dem Druck auf die Power-Taste am oberen Bildschirmrand entsperren. Die bisher spärlichen Optionen für BlackBerry-Protect wurden nun zumindest um eine Restore Funktion erweitetert. Diese erlaubt es Daten aus vorher erstellten BB-Protect Backups auf dem BB10 Gerät wiederherzustellen. Auch das Auswahlwerkzeug für Text wurde unter 10.1 deutlich verbessert. Weiterhin wurden einige Standard-Apps verbessert wie z.B. der Rechner, BB-Maps und BlackBerry-Remember. Eine besonders schöne Sache sind die neuen Coupon-Codes in der BlackBerry World. Auch wenn man als Entwickler bisher selbst keine generieren kann, werden wir sicher bald die Möglichkeit haben diese benutzten. Mit dem Update auf BlackBerry 10.1 ist es nun ebenfalls möglich über BlackBerry Link direkt auf seinen eigenen Rechner zuzugreifen. Einmal eingestellt kann man dann, natürlich nur wenn der PC an ist, von überall auf sein System zugreifen – ähnlich einer Dropbox. Ein grober Schnitzer in der „Telefon-App“ wurde ebenfalls beseitigt, man kann nun Nummern in das Dialpad einfügen. Eine Preview der meisten neuen Features haben wir euch vor ein paar Tagen auch schon am DevAlpha C gezeigt.

Type n go und Shortcuts

Type N Go BBM

Type N Go BBM

Das sog. Type N Go Feature am Q10 erlaubt es, Komandos direkt ohne eine jegliche Menüauswahl auszuführen. Dazu beginnt man ganz einfach auf der Tastatur zu schreiben. Ein Beispiel dafür ist z.B. im Video oben zu sehen. Man kann einfach „BBM XYZ“ eingeben und erhält sofort den BBM Kontakt um eine Nachricht zu senden. Auch Kalendereinträge können so erzeugt werden genau wie Einträge in BB-Remember und Weiteren. Die Systemweite Suche ist ebenfalls so integirert, dass zeitgleich immer passende Treffer angezeigt werden. Durch die physische Tastatur erleben auch die Keyboard-Shortcuts ein Revival und so können innerhalb verschiedenster Anwendungen insgesamt mehr als 200 unterschiedliche Shortcuts verwendet werden. Die beliebtesten sind dabei wohl „Del“ zum löschen einer E-Mail, „F“ zum weiterleiten oder „R“ zum Antworten. Eine annähernd vollständige Liste hat The Globe And Mail hier zusammengestellt.  

OS 10 und ein 1:1 Displayverhältnis

BlackBerry OS 10 auf Z10 und Q10

BlackBerry OS 10 auf Z10 und Q10

OS10.1 wurde natürlich besonders auf das Q10 angepasst. Es bleibt die Frage, wie wirken sich die Anpassungen auf ein 1:1 Display aus. Zunächst einmal ist BlackBerry Themen rund um die Schriftgrößen und Icons angegangen, wo man im Hub zu jedem Icon auf dem Z10 noch die Beschriftung finden konnte, zeigt sich das Q10 da etwas sparsamer. Um beim Durchscrollen durch die Nachrichten mehr Platz zu bieten, blendet sich die Actionbar beim Herunterscrollen aus. Zudem wurde die Höhe fast aller elementarer Status- und Aktionsleisten minimiert. Besonders lässt sich dies am Homescreen erkennen, für den die Höhe der Statusleiste reduziert wurde, um drei Icon-Reihen auf dem Bildschirm zu platzieren.  Das alles sind schon sehr gute Ansätze, die jedoch noch weiter ausgebaut werden sollten. Dem Browser würde ein Ausblenden der Browser-Bar zumindest optional sehr gut tun. Auch in dem einen oder anderen Menü scheint die Höhe einzelner Elemente fix zu sein, sodass sich auch bei geringer Schriftgröße kein absoluter Gewinn von Elementen auf dem Bildschirm ergibt. Zu guter Letzt hat das 1:1 Display natürlich auch einen Einfluss auf die Multimedia-Anwendungen. Macht sich die geringere Höhe in der Musik-Anwendung noch relativ wenig bemerkbar, muss man beim der Videobetrachtung häufig dicke schwarze Balken in Kauf nehmen. Bilder kann das Q10 in 1:1, 4:3 oder 16:9 schießen. 16:9 macht sowohl für die Betrachtung auf dem Gerät als auch als Druck wenig Sinn. Nun bleibt die Wahl zwischen einem ausdruckfähigem Format oder einer optimalen Betrachtung auf dem Gerät in 1:1. Wie man das Blatt an dieser Stelle auch wendet, einen Kompromiss hinsichtlich Ergonomie der Multimediaeigenschaften geht man auf dem Q10 immer ein.

Weitere Beispiele

Video - Z10 vs. Q10
Homescreen Z10 vs. Q10
BBM - Z10 vs. Q10
Musik - Z10 vs. Q10
Active Frames Z10 vs. Q10
Browser Z10 vs. Q10
BlackBerry HUB Z10 vs. Q10
Quick Settings Z10 vs. Q10

Akkulaufzeit

Beim Z10 wurde sehr viel über die Akkulaufzeit gesprochen, was auch uns dazu veranlasst, erneut einen Absatz über den Akku im Q10 zu verlieren. Die gute Nachricht gleich Vorweg: Der um 300 mAh auf 2100 mAh vergrößerte Akku im Q10 sorgt für hervorragende Laufzeiten des Geräts. Uns gelang es nach einem „normalen“ Arbeitstag und ordentlicher Nutzung noch gut 25% Kapazität zu haben. Natürlich kann das nur ein Anhaltspunkt sein, jedoch hat in unserem Fall das Z10 klar das Nachsehen, im gleiche Use-Case musste es bereits nachgeladen werden und verbrauchte danach erneut 10%. Alles in allem liefert also das kleinere AMOLED Display und der vergrößerte Akku eine ziemlich gute Vorstellung.

Beispieltag (ohne LTE):

  • 6 Uhr: Q10 vom Strom genommen, BBM Nachrichten, News, Twitter, Facebook – WLAN
  •  ca. 200km Autofahrt mit div. Funkzellenwechsel
  •  bis 17 Uhr normaler Arbeitstag, div. E-Mails, BBM und Twitter (eher moderat während der Arbeit, kein WLAN)
  •  200km Autofahrt, Telefon über die gesamte Strecke ca. 1,5h ohne jegliche Unterbrechung trotz Zellenwechsel
  • bis 23 Uhr viel BBM, WhatsApp, Facebook, Twitter – WLAN
  • Akkustand 23:30: 25%
  • Akku unter 10% am nächsten morgen 8 Uhr!

Connectivity

Natürlich ist die Akkulaufzeit auch sehr stark von der Wahl der Netzwerktechnologie abhängig. Mit LTE verbraucht das Q10 mehr Strom als nur mit „3G“, wobei sich die Geschwindigkeit im Browser bei Seitenaufrufen insbesondere durch die geringe Latenz merklich steigert. Wir können mit dem Q10 und LTE regelmäßig Bandbreiten um 50 Mbit erreichen. Da das LTE Netz in Deutschland bisher nur als Datennetz ausgelegt ist, dauert es (wie bei jedem anderen LTE Smartphone auch) 2-3 Sekunden länger als gewohnt bevor ein Anruf durchgestellt wird, sofern man vorher mit LTE verbunden war. Das Q10 schaltet dann wieder auf 2G/3G zurück und baut über GSM eine Sprachverbindung auf. Die Sprachqualität beim Q10 stellt sich hervorragend dar. Der Ohrhörer ist noch ein kleines wenig lauter als der des Z10, auch die Gesprächspartner berichteten von einer guten Qualität.

Q10: beispielhafte LTE Geschwindigkeit

Q10: beispielhafte LTE Geschwindigkeit

 

Fazit: Q10 oder Z10 kaufen?

Das Q10 verfolgt natürlich ein vollkommen anderes Konzept als das Z10 und dennoch müssen sie sich gegeneinander messen, da sie momentan die Speerspitze der BlackBerrys darstellen. Nüchtern betrachtet hat das Q10 eine sehr gute Akkulaufzeit, eine hervorragende Tastatur und einen tollen Formfaktor. Bauartbedingt muss das Q10 bei den Multimediafähigkeiten ein wenig federn lassen. Dieser Vergleich hinkt jedoch so, wie der eines Audi RS6 mit einem R8. Will man Gepäck transportieren, würde man sich wohl nicht für einen R8 entscheiden. So ist es auch beim Q10. Es ist ein wirklich tolles Gerät, zu dem jeder greifen sollte, der eine Hardware-Tastatur liebt. Nichtsdestotrotz hat auch das Z10 eine tolle On-Screen Tastatur, mit der sich aber zum Beispiel, solange man sich nicht in ruhigen Situationen befindet, schwieriger als mit dem Q10 schreiben lässt.

Auch unsere Eingangsfrage können wir nun beantworten: Es lohnt sich in der Tat, ein Gerät mit einem Display von „nur“ 3,1″ für knapp 600€ zu kaufen, da BlackBerry wieder einmal wie im echten Leben beweist: Größe ist nicht alles.

Verfügbarkeit

Das Q10 in Schwarz ist zur Zeit ab knapp 600€ erhältlich. Seit gestern (07.05.) bietet die Telekom das Q10 sogar für nur 549,95€ ohne Vertrag an. Im Rahmen einer Vertragsverlängerung sogar für nur 179,95€. Bisher gibt es das Q10 dort allerdings nur in der Farbe Schwarz. Das Angebot findet ihr hier. Bei Amazon wird das Gerät momentan noch zu etwas höheren Preisen durch Drittanbieter angeboten. Amazon direkt wird aber sicher auch demnächst nachziehen.

Galerie

BlackBerry Q10 Bildschirm
BlackBerry Q10 Kamera
BlackBerry Q10 Rückseite
BlackBerry Q10 Akku und Akkudeckel
BlackBerry Q10 Tastatur
BlackBerry Q10 Rechte Seite

Testbild 1 - HDR Variante
Testbild 1 - Normal
Testbild 2 - HDR Variante
Testbild 2 - Normal
Normale Variante (Beispiel mit DevAlpha C aufgenommen)
HDR-Variante (mit DevAlpha C aufgenommen)
Type N Go BBM
Type N Go Notiz

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